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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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zugleichen. Dies jedoch, so wie seine Befreiung aus der Gefan-genschaft, fand erst statt, nachdem Mannering Indien verlassenhatte. Brown folgte kurz nachher, indem sein Regiment in dieHeimat gerufen ward. Sein erstes Geschäft war, sich nach derFamilie Mannering zu erkundigen, und da er bald erfuhr, daß sieihren Weg nördlich genommen hatten, folgte er ihnen mit demVorsatze, seine Bewerbungen um Julien fortzusetzen. IhremVater glaubte er keine Rücksichten schuldig zu sein; denn, unbe-kannt mit dem Gifte des Argwohns, welches man dem Oberst ein-geflößt hatte, betrachtete er denselben nur als tyrannischen Aristo-kraten, der seine Gewalt als Befehlshaber dazu mißbrauchte, umihn des wohlverdienten Vorzugs zu berauben, und der ihn über-dies zu persönlichem Kampfe aus keinem bessern Grund zwang, alsweil er einer hübschen jungen Dame Artigkeiten erwies, die ihrselbst angenehm und von ihrerMutter überdies gebilligt und gestat-tet waren. Deßhalb war er entschlossen, keine abschlägige Ant-wort anzunehmen, außer von der jungen Dame selbst, indemer seine schmerzliche Wunde und Gefangenschaft als direkte Be-leidigungen von Seiten des Vaters betrachtete, wodurch er sichaller weitern Rücksichten gegen denselben überhodeu fühlte. Wieweit sein Plan gediehen war, als Mr. Mervyn seinen nächt-lichen Besuch entdeckte, davon sind unsre Leserbereits unterrichtet.

In Folge dieses unangenehmen Begegniffes entfernte sichHauptmann Brown aus dem Wirthshause, wo er unter dem Na-men Dawson gewohnt hatte, so daßOberstManneringsVersuche,ihn zu entdecken und auszuspüren, vergeblich waren. Doch warerentsGloffen, sich durch keine Schwierigkeit von seinem Vorhabenabschrecken zu lassen, so lange ihm Julie noch einen Strahl derHoffnung ließ. Die Theilnahme, die er sich in ihrem Busen er-weckt hatte, war zu stark, als daß sic ihm dieselbe hätte verbergenkönnen, und mit all dem Muthe romantischer Ritterlichkeit nahm