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7 (1851) Guy Mannering
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Auge auf sie zu haben. Durch eine solche Aussicht verblen-det, erwogen sie nie die Gefahr, die schon einmal ihre Besorg-niß rege gemacht hatte, daß seine jugendliche und unüberlegteEinbildungskraft ihm eine Neigung zu der unbemittelten Luc-Bertram einflößen könnte, welche nichts auf der Welt hatte,was sie empfehlen konnte, außer ein hübsches Gesicht, guteHerkunft und einen äußerst liebenswürdigen Charakter. Man-nering war vorsichtiger. Er betrachtete sich selbst als MißBertrams Vormund, und während er cs nicht für nöthig hielt,überhaupt ihren Verkehr mit einem jungen Herrn abzubrechen,dem sie, mit Ausnahme der Vermögensumstände, in jeder Hin-sicht völlig gleich stand, so legte er diesem Umgänge doch all-mälig solche Beschränkung auf, als nöthig war, um ein Ge-ständniß oder eine Erklärung zu verhindern, bis der jungeMann etwas mehr vom Leben und von der Welt geschn, unddas Alter erreicht haben würde, wo er als berechtigt geltenkonnte, für sich selbst eine Entscheidung in der Angelegenheitzu fassen, bei welcher sein Glück so sehr bctheiligt war.

Während Alles dies die Aufmerksamkeit der übrigen Mit-glieder der Familie zu Woodbourne in Anspruch nahm, warDominie Simson mit Leib und Seele beschäftigt, des verstor-benen Bischoffs Bibliothek zu ordnen, welche von Liverpoolzur See abgesendet war und nun in dreißig oder vierzig Kar-ren aus dem Seehafen herbeigeschafft wurde, in welchem siean's Land gebracht war. Simsons Freude, als er den ge-wichtigen Inhalt jener Kisten betrachtete, die auf den Dielendes großen Zimmers aufgestellt waren, und die er in dieSchränke bringen sollte, ist über alle Beschreibung. Er grinztewie ein Oger, schwang seine Arme gleich Windmühlflügelnund jauchzte: »Wun-der-bar!" bis die Decke des Gemachsvor seinem Entzücken dröhnte. »Er hatte nie," wie er sagte,