Dinge in dieser Welt weit mehr belacht zu werden verdie-nen, als jede Unbeholfenheit des Benehmens oder Einfaltdes Charakters."
Nach einigen Tagen verließen Mr. und Mrs- Mac-Mor-lan Woodbourne, nachdem sie ihrem srühern Gaste zärtlichLebewohl gesagt hatten- Der Haushalt war nun in der neuenWohnung völlig eingerichtet. Die jungen Damen theiltenihre Studien und ihre Unterhaltung miteinander. OberstMannering war angenehm überrascht, als er fand, daß MißBertram des Französischen und Italienischen wohl kundig war,— Dank dem Fleiße des Dominie Simsen, der sich im Stil-len ebensowohl mit den meisten neuen, wie mit den altenSprachen bekannt gemacht hatte. Von Musik verstand siewenig oder nichts, aber ihre neue Freundin übernahm cS, ihrUnterricht zu geben; dafür lernte sie von Lucp die Gewohn-heit, zu Fuße spazieren zu gehen, zu reiten und den nöthigenMuth, der rauhen Jahrszeit zu trotzen. Mannering bemühtesich, ihnen zur Abendunterhaltung solche Bücher zu verschaffen,welche neben dem Unterhaltenden auch solide Belehrung ge-ben, und während er ihnen mit Gefühl und Geschick vorlas,verstrichen die Winternächte sehr angenehm.
Wo so viel Anziehendes war, mußte sich bald Gesellschaftcinfinden. Die meisten der benachbarten Familien besuchtenOberst Manncring, und er konnte bald diejenigen unter ihnenwählen, die seinem Geschmack und seinen Gewohnheiten ammeisten zusagten. Charles Hazlewood stand besonders hochin seiner Gunst und war, nicht ohne Zustimmung und Billi-gung seiner Aeltern, ein häufiger Gast; man kann nicht wis-sen, meinten sie, was aus seinen fortgesetzten Aufmerksamkei-ten entstehen kann, und die schöne Miß Mannering von hoherAbkunft, mit indischem Reichthum, ist wohl werth, um ein