Diese Bemerkung führte die ganze Gesellschaft auseinan-der; nur der Dominie, der keine Idee von An- oder Umklei-den hatte, außer früh beim Aufstehen oder Abends beim Nie-derlegen, blieb m seiner Ruhe und käuete an einer mathema-tischen Aufgabe, bis sich die Gesellschaft wieder im Saaleversammelte, um sich nach dem Speisezimmer zu begeben.
Als der Tag zu Ende ging, nahm Mannering eine Ge-legenheit wahr, um noch einen Augenblick mit seiner Tochterallein zu sprechen.
„Wie gefallen dir unsre Gäste, Julie?"
„O, Miß Bertram ungemein — aber der Geistliche ist einorigineller Mann — den wird wirklich kein menschliches We-sen ansehn können, lieber Vater, ohne zu lachen."
„So lang er unter meinem Dach ist, Julie, muß das je-der lernen."
„Lieber Himmel, Vater, selbst die Bedienten konnten nichternsthaft bleiben-"
„Dann mögen sie meine Livree ablegen," sagte der Oberst,„und nach Gefallen lachen. Mr. Simson ist ein Mann, denich seines schlichten und wohlwollenden Charakters wegen schätze."
„O, davon bin ich überzeugt und von seinem Edelmutheobendrein," sagte das muthwillige Dämchen; „denn er kannkeinen Löffel Suppe zum Munde bringen, ohne jedem, der ne-ben ihm sitzt, etwas davon mitzutheilen."
„Julie, du bist unverbesserlich; erinnere dich jedoch, daßich erwarte, daß du deine Lust an diesem Gegenstände gebörigim Zaume hältst, um weder das Gefühl dieses würdigen Man-nes, noch das der Miß Bertram zu verletzen, welche auf seineRechnung wohl empfindlicher sein möchte, als er selber. Undnun gute Nacht, liebes Kind; und, wenn auch Mr. Simsonfreilich kein Erwählter der Grazien ist, so bedenke, daß viele