mit modischer Zierlichkeit that, wiewohl nicht so tief, daß siesich Unbequemlichkeit dadurch verursacht hätte. Der Oberst führtesodann seine Tochter zu Miß Bertram, und indem er die Handder letzter» nahm, sagte er mit großer Freundlichkeit und fastväterlicher Zärtlichkeit: „Julie, dies ist die junge Dame, die,wie ich hoffe, von unfern Freunden dahin vermocht sein wird,unser Haus mit einem langen Besuche zu beehren. Es wird michin der That sehr freuen, wenn du Woodbourne für Miß Ber-tram so angenehm machen kannst, wie Ellangowan für mich war,als ich zum erstenmal als Reisender in diese Gegend kam."
Die junge Lady verbeugte sich artig und ergriff die Hand ih-rer neuen Freundin. Mannering wandte sein Auge nun auf denDominie, welcher, seit seinem Eintritt in's Zimmer, Bücklingegemacht, die Beine gespreizt, und seinen Rücken in so regelmä-ßigen Krümmungen bewegt hatte, wie ein Automat, welchesmit derselben Bewegung fortfährt, bis es der Künstler anhält.„Mein lieber Freund, Mr. Simson," — sagte Manncring, ihnseiner Tochter vorstellend und zugleich einen tadelnden Blick aufdas Mädchen werfend, wiewohl er selbst einige Neigung zumLachen empfand, welches jene kaum zu unterdrücken vermochte;— „dieser Gentleman, Julie, wird meine Bücher in Ordnungbringen, sobald sie angekommen sind, und ich hoffe großen Vor-theil von seiner ausgebreitcten Gelehrsamkeit zu ziehen."
„Gewiß, wir sind diesem Gentleman verpflichtet, Vater,und nie — um mich einer diplomatischen Ausdrucksweise zubedienen — nie werde ich die außerordentlich huldvolle Mienevergessen, mit welcher er uns zu empfangen geruhte. — Jn-deß, Miß Bertram," fuhr sie schnell fort, als sie sah, wiesich ihres Vaters Brauen verfinsterten, „wir haben eine be-trächtliche Reise zurückgelegt, — werden Sie mir erlauben,mich bis zum Mittagessen zurückzuziehen?"
Guy Manncring. I-
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