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Lassen wir Mannering Gerechtigkeit wiederfahren. DerWunsch, Jemandem im Bedrängniß beizustehcn, hatte auch Theilan seinem Entschlüsse. Er hatte den Vortheil erwogen, denJulie von Miß Lucy Bertram's Gesellschaft haben könne, aufderen richtigen Verstand und gesundes Urtheil so sicher zu ver-trauen war. Dieser Gedanke wurde noch bestärkt, als ihmMac-Morlan unter dem feierlichen Siegel der Verschwiegen-heit ihr ganzes Benehmen gegen den jungen Hazlcwood mit-gctheilt hatte. Wollte er ihr Vorschlägen, ein Glied seiner Fa-milie, fern vom Schauplatze ihrer Kindheit und den Wenigen,die sie Freunde nannte, zu werden, so wurde dies wenigerzartsinnig gewesen sein; aber zu Woodbourne konnte sie ohneSchmierigkeit auf eine Zeitlang als Gast eingeführt werden,ohne zu der Stellung einer gemeinen Gesellschafterin herab-gesetzt zu werden. Etwas zögernd nahm Lucy Bertram dieEinladung an, einige Wochen bei Miß Mannering zu wohnen.Sie fühlte nur zu wohl, wie sehr auch des Obersts Zartge-fühl die Wahrheit verhüllen mochte, daß sein Hauptbcweggrunddabei das großmüthige Verlangen war, ihr seine Unterstützungund seinen Schutz angedeihn zu lassen, dessen Einfluß in derNachbarschaft durch seine hohen Verbindungen und seinen nochhöhern Rang natürlich noch vermehrt wurde.
Um dieselbe Zeit empfing das verwaiste Mädchen einenBrief von Mrs- Bertram, der Verwandten, an die sie geschrie-ben hatte, dessen Inhalt kalt und trostlos genug war. ESlag allerdings eine kleine Summe Geld darin, zugleich abervon dem Rathe begleitet, ja recht sparsam zu sein; die Ver-wandte schlug dabei vor, Miß Bertram möge sich bei einerruhigen Familie, entweder zu Kippletringan oder in der Nähe,in die Kost verdingen, und obwohl ihr eignes Einkommen gargering wäre, so wolle sie doch ihre Verwandte nicht darben