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7 (1851) Guy Mannering
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trefflichem Beispiel, da sie in der Schule des Mißgeschicks er-zogen ist, du hoffentlich lernen wirst, deine eigne Hofmeisterinzu sein."

Hier eine Antwort zu geben, war zu gefährlich, und da-her entstand eine Pause.

Ist die junge Dame eine Schottländerin, Vater?"

Ja" war die ziemlich trockne Antwort.

Hat sie viel vom schottischen Accent, Vater?"

Viel vom Teufel!" antwortete mein Vater hastig;meinstdu ich kümmere mich um a's und aa's, um i's und ee's?Ich sage dir Julie, ich meine es ernstlich in dieser Sache.Du hast einen Hang für Freundschaften, das heißt, dich inVertraulichkeiten einzulaffen, die du mit jenem Namen belegst (war das nicht sehr hart gesagt, Matilde?) nun wünscheich dir Gelegenheit zu geben, wenigstens eine würdige Freun-din zu erwerben, und daher bin ich entschlossen, diese jungeDame einige Monate als Familienglied anzusehn, und ich er-warte, daß du ihr die Aufmerksamkeit erweisest, die man demMißgeschick und der Tugend schuldig ist."

Gewiß, Vater. Hat meine künftige Freundin rothesHaar?"

Er warf mir einen seiner strengen Blicke zu; du wirst viel-leicht sagen, ich hätte das verdient; aber ich glaube, der Teu-fel legt mir bei solchen Gelegenheiten die Fragen in den Mund.

Sie ubertrifft dich, mein Kind, im Acußern so sehr, wiean Klugheit und Liebe für ihre Freunde."

Ach, Vater, du meinst doch nicht, daß sie sich dadurch beimir empfiehlt, wenn sie mich so üdertrifft? Nun, Vater,ich sehe, du willst dies Alles zu ernstlich nehmen; wer diejunge Dame auch sein mag, so soll sie, von dir empfohlen,ganz gewiß keinen Grund haben, sich über Mangel an Höf-