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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
196
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den Gerüchten, die ihm zu Gehör gekommen, nachgeforschthätte, die Wirklichkeit nichts gegen das gewesen sein würde,was sein Argwohn ihm cingeben mochte. Obwohl jedochmein Muth wuchs, als ich mich so unerwartet von dem Ge-fürchteten frei sah, hatte ich doch nicht den Muth, selbst dasGespräch zu beginnen, sondern wartete schweigend seiner Befehle.

Julia," sagte er,mein Anwalt schreibt mir aus Schott-land, daß er ein Haus für mich gemiethet hat, anständig aus-gcstattet und mit aller nöthigen Bequemlichkeit für meinenHaushalt versehn es liegt anderthalb Stunden von demBefißthum, das ich zu kaufen gedachte." Darauf schwieger und schien meine Antwort zu erwarten.

Welcher Ort dir als Aufenthalt bequem scheint, Vater,muß auch mir ganz angenehm sein.^

Hm! Ich denke indcß nicht, Julia, daß du währenddes Winters ganz allein in diesem Hause wohnen wirst."

Mr. und MrS. Mervyn" dachte ich im Stillen.JedeGesellschaft, welche dir angenehm ist," antwortete ich laut.

O, du hast etwas zuviel von jener allgemeinen höflichenUnterwürfigkeit; wo es wahr gemeint ist, mag dergleichen gutsein, aber das beständige Wiederholen der bloßen Redensartruft mir die ewigen knechtischen Begrüßungen unserer schwar-zen Untergebenen in Indien ins Gedächtniß. Kurz, Julie,ich weiß, daß du die Gesellschaft liebst, und ich gedenke einejunge Dame, die Tochter eines verstorbenen Freundes, einzu-laden, einige Monate bei uns zu wohnen.

Nur keine Gouvernante, um des Himmels Willen, Va-ter!" rief ich Arme, indem die Furcht in diesem Augenblickegänzlich die Klugheit überflügelte.

Nein, keine Gouvernante, Miß Mannering," erwiederteder Oberst etwas streng,sondern eine junge Dame, an deren