lichkcit von meiner Seite zu beklagen " — Nach einer Pausefragte ich weiter: „Hat sie einen Bedienten? denn cs liegtmir doch ob, für ihre Bequemlichkeit zu sorgen» falls sie nochkeine Bedienung hätte "
„Nein — nein — nicht einen eigentlichen Bedienten —der Kaplan» der früher bei ihrem Vater lebte, ist ein rechtguter Mensch, und ich bin Willens, ihm Platz in meinemHause zu gönnen."
„Ein Kaplan, Vater? Gott schütz' uns!"
„Ja, Miß Mannering, ein Kaplan; ist dies Wort so un-erhört neu? Hatten wir nicht in unsrer indischen Niederlas-sung einen Kaplan?"
„Ja, Vater, aber damals warst du auch Kommandant."
„Das will ich denn auch jetzt sein, Miß Manncring, —wenigstens in meinem eigenen Hause."
„Ohne Widerrede, Vater — aber wird er unser» Gottes-dienst auch streng nach der englischen Kirche halten?"
„Die anscheinende Einfalt, womit ich diese Frage that,überwand seinen Ernst." „Ach, Julie, du bist ein böses Kind,aber ich gewinne nichts dabei, wenn ich dich schelte. — Wasdie beiden Fremden betrifft, so wirst du die junge Dame ge-wiß nur lieben können; und die Person, die ich in Ermange-lung eines bessern Ausdrucks Kaplan nannte, ist ein ehren-werther, wenn auch etwas lächerlicher Mann, der nie merkenwird, daß du ihn auslachst, wofern du nur nicht allzulaut lachst."
„Lieber Vater, diese Seite seines Charakters gefällt mirsehr. — Doch bitte, ist das HauS, wohin wir gehen, so an-genehm gelegen, wie dies hier?"
„Vielleicht nicht ganz nach deinem Geschmack — dort istkein See unterm Fenster, und du wirst dich in die Nothwen-