Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

zu thun gedenkt, kan» ich nicht errathen. Jndeß vermuthe ich,die Furcht vor Entdeckung halt ihn von seinen Nachtbesuchcnzurück. Er wohnt in einem Gasthaus am entgegengesetztenUfer des Sees, und zwar, wie er mir sagt, unter dem Na-men Dawson, er wählt garstige Namen, das muß mangestehn. Die Armee hat er, glaub' ich, noch nicht verlassen,aber von seinen derzeitigen Aussschten sagt er nichts.

»Um meine Besorgniß noch zu steigern, ist mein VaterPlötzlich znrückgckehrt, und zwar in sehr übler Stimmung.Wie ich aus einem lebhaften Gespräch zwischen unsrer gutenWirthin und ihrer Schaffnerin hörte, so hatte jene ihn untereiner Woche nicht zu sehen erwartet; sein Freund Mr. Mer-vyn schien mir aber gar nicht durch seine Ankunft überraschtzu sein- Er benahm sich gegen mich äußerst kalt und zurück-haltend und das genügte, um all den Muth zu dämpfen,mit dem ich entschlossen war, mich seiner Großmut- in dieArme zu werfen. Er legt seinen Mißmuth und sein ver-stimmtes Wesen dem Verlust eines Ankaufes zur Last, den erim Südwesten Schottlands zu unternehmen gedachte und andem sein Herz hing; ich glaube indcß nicht, daß sein Gleich-mut- so leicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann-Sein erster Ausflug geschah mit Mr. Mervpns Boot überden See hinüber nach dem erwähnten Gasthause. Du kannstdir die Todesangst denken, mit welcher ich seine Rückkehr er-wartete hätte er Brown wieder erkannt, welche Folgenkonnte dies haben! Er kehrte indeß zurück, ohne dem Anscheinnach irgend eine Entdeckung gemacht zu haben. Ich vernehme,daß er nun, in Folge seines vereitelten Wunsches, ein Hausin der Nähe desselben Ellangowan zu miethen gedenkt, vonwelchem ich so viel zu hören verurtheilt bin er scheint derMeinung zu sein, daß jenes Gut, welches er zu besitzen