Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
191
Einzelbild herunterladen
 

191

gefochten hat! Hegte mein Bater nicht eine so hohe Vereh-rung für das Andenken des alten Sir Mannering, ich würdebei meinem Geständnisse nicht halb so zittern als es nun ge-schehen wird."

Siebenter Auszug.

Soeben Hab' ich deinen Brief empfangen deinen höchstwillkommenen Brief! Dank, meine theuerste Freundin, fürdein Mitgefühl und deine Rathschläge ich kann sie bloömit unbeschränktem Vertrauen erwiedcrn.

Du fragst mich nach Browns Herkunft, und warum diesemeinem Vater so mißfällig sei. Seine Geschichte ist schnellerzählt. Er stammt aus Schottland, aber da er früh ver-waist war, so übernahm eine verwandte Familie in Hollandseine Erziehung. Er ward zum Kaufmann erzogen und kamfrüh nach einer unserer ostindischen Kolonien, wo sein Vor-mund einen Geschäftsfreund hatte. Der letztere war jedochgestorben, als er in Indien ankam, und es blieb ihm nichtsübrig, als das Amt eines Schreibers in einem Handelshausezu übernehmen. Der Ausbruch des Krieges und die Verlegen-heit, in die er uns anfangs versetzte, gab allen jungen Leu-ten, welche zu dieser Lebensweise Lust hatten, Gelegenheit, indie Armee zu treten; und Brown, dessen Anlagen ihn zur mi-litärischen Laufbahn vorzüglich geeignet machten, war der erste,der den Weg des Reichthums verließ um den des Ruhms zubetreten. Der Rest seiner Geschichte ist dir wohlbekannt; aberstelle dir den Zorn meines Vaters vor, welcher den Handelverachtet, (obwohl der beste Theil seines Vermögens durchdiese anständige Beschäftigung von meinem Großoheim erwor-ben ward,) und einen bcsondern Widerwillen gegen die Hol-länder hat; denke dir, auf welche Weise er den HeirathSan-