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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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sagte dir, wer es mich gelehrt hatte das Instrument, dieMelodie, alles war sein eigen! war es irdische Musik, oderTöne, die der Wind hertrug, um mir seinen Tod anzudeuten?

Es währte einige Zeit, eh' ich den Muth hatte, den Balkonzu betretennichts würde mich überhaupt dazu haben crmu-thigcn können, außer die feste Ueberzeugung, daß er noch lebte,und daß wir uns Wiedersehn solltennur diese Ueberzeugunglieh mir Kühnheit und ich wagte mich, wiewohl klopfenden Her-zens, zum Fenster. Ich gewahrte einen kleinen Nachen mit ei-ner einzigen Persono Matilde, er selbst war es!Ich er-kannte seine Gestalt nach so langer Trennung und trotz der schat-tigen Nacht doch so vollkommen, als wären wir gestern erst voneinander geschieden und begegneten uns nun im Hellen Sonnen-schein! Er lenkte sein Boot unter den Balkon und redete michan; kaum wußte ich, was er sagte, oder was ich erwiederte.Wirklich, das Weinen erstickte fast meine Stimme, aber es warenFreudenthränen. Das Gebell eines Hundes in einiger Entfer-nung störte uns und-wir schieden, aber nicht, ohne daß er mirzuvor das Versprechen entlockt hätte, ihn am nämlichen Ortund zur nämlichen Stunde heut' Abend wieder zu erwarten.

Doch wohin soll dies Alles führen? Kann ich dieseFrage beantworten? Ich vermag es nicht- Der Himmel,der ihn vom Tode rettete und aus Gefangenschaft befreite,der auch meinen Vater an der Ermordung desjenigen hinderte,der ihm nicht die geringste Beleidigung zugefügt hatte, derselbeHimmel wird auch mich aus diesem Labyrinthe führen. Mirgenügt der feste Vorsatz, daß Matilde nie ihrer Freundin wegen,mein Vater nie seiner Tochter wegen, und mein Geliebter nieihretwillen crröthen soll, welcher erseineZuneigung geschenkt hat.