Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
182
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Wirkungen morgenländischcr Geschichten auf die Zuhörer selbsterfahren habe."

Zweiter Auszug.

»Theure Matilde, du kennst die Geheimnisse meines Her-zens, du weißt mit welchen Gefühlen ich an Brown denke- Ichwill nicht sagen, daß ich nur sein Andenken heilig halte. Dennich bin überzeugt, er lebt und ist treu. Seine Huldigungen,die er mir brachte, wurden von meiner geschiedenen Mutterbegünstigt; vielleicht unvorsichtig begünstigt, da sie die Borur-theile meines Vaters in Bezug auf Rang und Herkunft hätteerwägen sollen. Aber ich, damals fast noch ein Kind, konnteja doch nicht klüger sein als sie, unter deren Obhut mich dieNatur gestellt hatte. Meinen Vater, den seine militärischenDienstpflichten fast beständig beschäftigten, sah ich nur seltenund man lehrte mich ihn mehr mit Ehrfurcht, als mit Ver-trauen betrachten- Wollte der Himmel, cs wäre anders ge-wesen ! Es würde dann für uns Alle bis diesen Tag sich bes-ser gestaltet haben!"

Dritter Auszug.

Du fragst mich, warum ich meinen Vater nicht bekanntdamit mache, daß Brown noch lebt, daß er wenigstens dieWunde überlebt hat, die er in dem unseligen Duell empfing;und daß er meiner Mutter geschrieben hatte, indem er seinevöllige Genesung und seine Hoffnung ankündigte, bald aus derGefangenschaft zu entfliehen. Ein Soldat, der in seinem Kriegs-handwerk oft Menschen erschlug, fühlt wahrscheinlich keine Un-ruhe, wenn er an die vermeinte Katastrophe denkt, die michfast in Stein verwandelte. Und wenn ich ihm jenen Briefzeigte, würde dies nicht zur Folge haben, daß Brown, dernoch lebte und mit Hartnäckigkeit dieselben Ansprüche geltend