Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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fülliger Dinge wegen getrennt werden mußten ein gramma-tischer Fehler in meiner italienischen Arbeit und drei falsche No-ten in einer von Paesiello's Sonaten. Aber es ist das einCharakterzug meines Vaters; ich weiß unmöglichzu sagen, obich ihn mehr liebe, bewundere, oder fürchte. Sein Glück imLeben und im Kriege seine Gewohnheit, jedes Hinderniß,selbst wo es unübersteiglich schien, durch die Energie seiner An-strengungen zu bewältigen alles dies hat seinem Charakteretwas Hastiges und Gebieterisches gegeben, welches weder Wi-derspruch duldet, noch Nachsicht mit den Schwächen Anderergestattet. Denn er selber ist äußerst talentvoll. Du mußt wis-sen, daß ein Gerücht eristirte, welches durch geheimnißvolleWorte, die meine arme Mutter fallen ließ, zum Theil bestätigtwurde, daß er nämlich noch andre Wissenschaften besitze, welchejetzt der Welt verloren wären und die den Besitzer fähig mach-ten, die dunkeln und schattigen Formen künftiger Ereignisse her-aufzubeschwören. Muß nicht die bloße Idee einer solchenMacht, ja schon das hohe Talent und die überlegene.Einsicht,welche die Welt fälschlich mit jener Macht verwechselt mußdies, tbeure Matilde, nicht dem Besitzer schon eine gcheimniß-volle Hoheit leihen? Du wirst dies romantische Ueberspannt-heit nennen; aber bedenke, daß ich in dem Lande der Talis-mane und Zauberformeln geboren bin, und daß ich als Kinddurch Märchen eingelullt wurde, deren ihr euch nur mittelstder schwülstigen Spielerei einer französischen Uebersetzung er-freuen könnt. O Matilde, ich wollte, du hättest die dunkelnGesichter meiner indischen Wärterinnen sehen können, wie siesich in ernster Andacht bei den magischen Erzählungen grup-pirten, welche, halb Poesie, halb Prosa, von den Lippen desErzählers flössen! Kein Wunder, daß europäische Erzählungenmir kalt und trocken erscheinen, nachdem ich die wunderbaren