Siebzehntes Kapitel.
„Der Himmel lehre schreiben zum Trost in BedrimgnißDas Mädchen trotz Vormund, den Freund im Gefängniß,Den Autor auch, welcher Personen uns bringt.
Die die eigne Geschichte z» schreiben er zwingt."
Nach Pope.
Als Mannering nach England zurückkehrts, war sein erstesGeschäft, seine Tochter in ein weibliches Erziehungsinstitut vonRuf zu bringen. Da er jedoch fand, daß ihre Fortschritte inden Fertigkeiten, die er ihr anzueignen wünschte, nicht so schnellwaren, als seine Ungeduld erwartete, so nahm er Miß Manne-ring am Schluffe des ersten Vierteljahrs wieder aus dieser Un-terrichtsanstalt zurück. Sie hatte auf diese Weise nur eben nochZeit, eine ewige Freundschaft mit Miß Matilde Marchmont zuschließen, einer noch jungen Dame von ihrem Alter, welches etwaachtzehn Jahr sein mochte. Für ihr treues Auge waren jene furcht-bar dicken Briefe bestimmt, welche auf den Schwingender PostvonMervyn-Hall anlangten, so lange Miß Mannering dort als Gastweilte. Einige kurze Auszüge aus jenen Briefen werden nothwen-dig sein, um unsre Erzählung verständlicher zu machen.
Erster Auszug.
„Ach, meine theuerste Matilde, welch' eine Geschichte Hab'ich dir zu erzählen! Das Unglück hat deiner armen Freundinvon der Wiege an sein Siegel aufgedrückt. Daß wir so gering-