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Kahn, den er mit großer Schnelligkeit und Gewandtheit re-gierte, über den See hinfliegen wie ein Boot mit zwölf Ru-dern. Am nächsten Morgen examinirte ich einige meiner Dienst-leute ganz wie zufällig, und so erfuhr ich, daß der Wildhüter,während er seine Runden machte, zweimal den Kahn mit ei-ner einzelnen Person unter dem Hause gcsehn und auch dasFlageolet gehört hatte. Ich mochte keine weitern Forschungender Art anstellen, weil ich fürchtete, Julien in der Meinungderjenigen herabzusetzen, bei denen ich mich ihretwillen befragte.Ant nächsten Morgen ließ ich beim Frühstück gelegentlich eineAndeutung über die abendliche Serenade fallen, und ich kanndir sagen, Julie wurde bald roth, bald bleich. Ich gab derSache sogleich eine solche Wendung, daß ihr meine Bemer-kung ganz zufällig erscheinen mußte. Seitdem laß ich in mei-nem Bibliothekzimmer ein Nachtlicht brennen und das Fensteroffen stehen, um unfern nächtlichen Gast dadurch zurückzuschrc-cken; auch habe ich gegen die einsamen Spaziergänge dieStrenge des einbrechenden Winters und die rauhen Nebelals Vorwand gebraucht- Miß Mannering stimmte so duldsambei, wie es gar nicht mit ihrem Charakter übereinstimmendist, und diese Nachgiebigkeit, um die völlige Wahrheit zu ge-stehen, ist ein Zug, der mir bei der Angelegenheit am we-nigsten gefällt. Julie hat zu viel von dem Charakter ihresÜeben Vaters, um sich in einer ihrer Launen beschränken zulassen, wenn sie nicht hier durch das schelmische Bewußtseinzum Andershandeln verleitet würde, daß es klug sei, jedenStreit in der Sache zu vermeiden.
„Dies war meine Erzählung, und du wirst selbst urtheilen,was du zu thun hast. Ich habe die Sache gegen meine Fraunicht erwähnt, die, als treuer Anwalt der Schwachheiten ih-res Geschlechts, gewiß dagegen protestirt haben würde, dichGuy Monnermg. I. 12