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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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Das Begräbniß des Mr. Bertram ging in anständigerStille vor sich, und die unglückliche junge Dame konnte sich nunselbst als einstweilige Miethcrin des Hauses betrachten, worinsie geboren war und wo ihre Geduld und mildernde Fürsorgedie Wiege des abnehmenden Alters gepflegt hatte. Ihre Unter-redungen mit Mr. Mac-Morlan ermuthigtcn sie zu der Hoff-nung, daß sie dieses Asyls nicht plötzlich oder unfreundlich beraubtwerden würde; aber das Schicksal hatte es anders beschlossen.

Zwei Tage vor dem zum Verkauf der Ländereien und Gü-ter von Ellangowan anberaumten Tage erwartete Mac-Morlanstündlich das Erscheinen des Obersten Mannering oder wenig-stens einen Brief desselben, der ihm eine Vollmacht überbrächte.Nichts langte jedoch an. Mr. Mac-Morlan wachte sehr früh auf;er begab sich sogleich nach dem Postamt, aber es war kein Brieffür ihn da. Er suchte sich selbst zu überreden, daß er Oberst Man-nering beim Frühstück sehn werde, und empfahl seiner Frau, ihrbestes Porzellan aufzusetzen und sich selbst gehörig vorzubereiten.Aber die Vorbereitungen waren umsonst.Hätt' ich das voraus-sehn können," sagte er, «ich würde Schottland die Kreuz und dieQuer durchreist haben, bis ich Jemand gefunden hätte, der denGlossin überbieten könnte." Ach! solche Betrachtungen kamenzu spät. Die festgesetzte Stunde kam heran; die Betheiligten ver-sammelten sich in der Maurerloge zu Kippletringan, welche alsOrt der Versteigerung bestimmt war. Mac-Morlan verwendeteso viel Zeit auf die Präliminarien, als der Anstand nur immer er-laubte, und verlas die Kaufartikel langsam, als ob er sein eigenesTodesurtheil gelesen hätte. Jedesmal, wenn die Thür des Zim-mers sich öffnete, wendete er das Auge dorthin, während seineHoffnung schwächer und schwächer ward. Er lauschte bei jedemGeräusch auf der Straße, und gab sich Mühe, den Schall vonHufen oder Rädern darin zu unterscheiden. Alles war umsonst.