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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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was folgt ich meine die Beweggründe, die mich leiteten,meine Handlungen, dem Himmel sei Dank! waren minder tadelns-wert^ Ein andrer Kadet strebte gleichfalls nach der vacantenStelle. Er lenkte meine Aufmerksamkeit auf das buhlerische Be-nehmen (wie er mich es zu nennen verleitete), welches wechselseitigzwischen meiner Frau und jenem jungen Manne stattfand. Sophiawar tugendhaft, aber stolz auf ihre Tugend; und, gereizt durchmeine Eifersucht, war sie so unklug, eine Vertraulichkeit zu pflegenund zu ermuntern, die ich, wie sie sah, mit Mißbilligung und Arg-wohn betrachtete. Zwischen Brown und mir bestand eine Art in-nerer Abneigung. Er gab sich einigemal Mühe, mein Vorurtheilzu beseitigen; aber da ich einmal eingenommen gegen ihn war,legte ich seinem Betragen falsche Motive unter- Da er sich, undzwar mit Verachtung, zurückgewiesen sah, so ließ er ab; und daer ohne Familie und Freunde war, so war er natürlich um so auf-merksamer auf das Betragen eines Mannes, der beide besaß-

Es ist seltsam, mit welcher Qual ich diesen Brief schreibe.Trotzdem fühl' ich mich geneigt, dies Geschäft zu verlängern,gleich als ob ich dadurch die Katastrophe ungeschehen machenkönnte, welche mein Leben so lange verbittert hat. Aber esmuß erzählt werden, und ich will cs kurz erzählen.

Meine Frau, obwohl nicht mehr jung, war noch immer sehrhübsch, und laß mich dies zu meiner eignen Rechtfertigung sa-gen sie sah es gern, wenn man sie dafür hielt; ich wiederhole,was ich schon sagte mit einem Wort, an ihrer Tugend zweifelteich durchaus nicht; angereizt jedoch durch Archer's listige Ein-flüsterungen glaubte ich, sie kümmere sich wenig um den Friedenmeines Herzens, und der junge Mann, Brown, zolle ihr seine Auf-merksamkeiten mir zum Trotz und um mich damit hcrauszufor-dern- Er betrachtete mich seinerseits vielleicht als einen tyranni-schen aristokratischen Mann, der seinen Rang in der Gesellschaft