Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
139
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Sie liebten mich so sehr, daß sie fast über mich in Streit geriethen-Mein Oheim, der Bischof, wünschte mich im geistlichen Standezu sehn und verhieß mir eine Pfründe mein Oheim der Kauf-mann wollte mich in einem Comptoir sehen und schlug mir vor,mich bei dem Hause Mannering und Marshall, Lombardstreet, zubetheiligen so, zwischen diesen zwei Stühlen, oder vielmehrzwischen den beiden weichen, behaglichen, wohlgepolsterten Sitzender Gottesgelahrtheit und des Handels, schlüpfte meine unglück-liche Person hindurch und setzte sich auf einen Dragoncrsattel.Nun wünschte mich der Bischof wieder mit der Nichte und Erbindes Dekans von Lincoln zu verheirathen; und mein Oheim, derAldcrmann, schlug mir die einzige Tochter des alten Sloethorn,des großen Weinhändlcrs, vor, der reich genug war, um mitGoldstücken Anschlägen zu spielen und Haarwickel aus Bank-noten zu machen und ich zog auch jetzt meinen Hals aus bei-den Schlingen und heirathete die arme Sophie Wellwood.

Du wirst sagen, meine militärische Laufbahn in Indien,als ich meinem Regimente dorthin folgte, müßte mir doch einigeZufriedenheit gegeben haben; und so ist es allerdings. Du wirstdich auch erinnern, daß ich, als ich die Hoffnungen meiner Vor-münder täuschte, mir keineswegs ihr Mißfallen zuzog daßmir der Bischof bei seinem Tode seinen Segen, seine hand-schriftlichen Predigten und ein merkwürdiges Portefeuille, ent-haltend die Bildnisse aller berühmten Gottesgelahrten der eng-lischen Kirche, hinterließ; und daß mein Oheim Sir Paul Man-nering mich zum einzigen Erben seines großen Vermögens cin-setzte- Doch daran lag mir wenig. Ich sagte dir, daß ich etwasauf dem Herzen hätte, was ich wohl mit mir ins Grab neh-men würde, etwas, das mir mein Leben beständig verbitterte.Ich will dir die Sache genauer mitlheilen, als ich es im Standewar, da ich mich unter deinem gastfreundlichen Dache befand.