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Binnen zwei Minuten saß Oberst Mannering ruhig vorseinen Schreibereien- Wir haben das Vorrecht, ihm beim Schrei-ben über die Schulter zu sehn, und wir theilen unsre Ent-deckungen gern unscrn Lesern mit. Der Brief war an ArthurMcrvyn, ESq. von Mervynhall, Llanbraithwaite, Westmoreland,gerichtet- Er enthielt Nachrichten über des Schreibers letzteReise seit ihrer Trennung, und fuhr dann fort wie folgt:
„Und warum willst du mir nun noch immer meine Me-lancholie zum Vorwurf machen, Mervpn? — Meinst du, daß nachVerlauf von fünfundzwanzig Jahren, in denen ich Schlachten,Wunden, Gefangenschaft und Mißgeschick jeder Art erlebte, ichnoch derselbe lebhafte, tollkühne Guy Mannering sein kann, dermit dir den Skiddsw erstieg oder auf Croßfell Haselhühner schoß?Daß du, im Schooß des häuslichen Glücks zurückgeblieben, nurwenig Veränderung erfuhrst; daß dein Schritt noch so leicht unddeine Phantasie noch so voll jugendlichen Sonnenscheins ist, dasscheint mir eine glückliche Folge von deinem Charakter und dei-nem Gesundheitszustand zu sein, die beide, im Verein mit einemzufriedenen Gemüth, dich auf dem ebenen Strome der Zeit hinab-tragen- Aber meine Laufbahn ging an Klippen, Zweifeln undJrrthümern vorüber! von Kindheit an war ich ein Ball des Zu-falls, und wehte mich auch oft ein günstiger Wind in einen Hafen,so war es doch selten der, den der Steuermann erreichen wollte.Erlaube, (ich verspreche gedrängte Kürze) erlaube, daß ich dirdie seltsamen und widrigen Schicksale meiner Jugend und dasMißgeschick meines Mannesalters ins Gedächtniß zurückrufe.
„Die frühern, wirst du sagen, hatten eben nichts Abschrecken-des. Es war nicht Alles zum Besten, doch war Alles erträg-lich. Mein Vater, der älteste Sohn einer alten doch zurückgekom-menen Familie, überließ mich mit wenig mehr, als dem Namendes Ersten unsers Hauses, dem Schutze seiner glücklichem Brüder.