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mes beschwuren es, daß sie ihre Niederlassung nicht verlassen habe,welche sich in einem Thale, etwa fünf Stunden von Ellangowanbefand. Ihren Schwüren war in der That wenig zu trauen; aberkonnte man unter diesen Umständen ein anderes Zeugniß erlan-gen? Eine einzige merkwürdige Thatsache ging aus ihrem Ver-höre hervor. Ihr Arm war durch den Schnitt einer scharfen Waffeleicht verwundet, und mit einem Taschentuche Harry Bertramsverbunden. Aber der Häuptling der Horde bekannte, er hätte sieam nämlichen Tage mit einem Dolche gezüchtigt — sie selber undandere sagten dasselbe von ihrer Wunde aus; und was das Ta-schentuch betraf, so erklärte sich dies leicht aus der Menge vonLinnen, welche während der letzten Monate ihres Aufenthalts zuEllangowan gestohlen worden war, ohne daß man Meg ein schlim-meres Verehrer!,en aufzubürden brauchte.
Man bemerkte bei ihrem Verhör, daß sie die Fragen, die sichauf den Tod Kennedy's, oder des Zöllners, wie sie ihn nannte,bezogen, mit Gleichgültigkeit behandelte; starken und leidenschaft-lichen Unwillen und Verachtung drückte sie jedoch aus, da mansie für fällig hielt, dem kleinen Harry Bertram etwas zu Leidegethan zu haben. Man hielt sie lange in Haft, in der Hoffnung,daß man etwas entdecken werde, was Licht auf diesen blutigenund dunkeln Vorgang werfen könnte. Nichts zeigte sich jedoch undMeg ward endlich in Freiheit gesetzt, jedoch mit der Sentenz, daßsie als Landstreichern,, gemeine Diebin und unordentliche Personaus der Grafschaft weichen solle- Keine Spur von dem Knabenvermochte man zu entdecken, und so geriet- endlich die Geschichte,nachdem sie erst viel Lärmen erregt hatte, allmälig als unerklär-lich in Vergessenheit und pflanzte ihr Andenken höchstens durchdie Benennung, der Zöllnersprung, fort, welche man allge-mein der Klippe beilegte, von welcher der unglückliche Mann ge-fallen oder gestürzt worden war.