der Anklage des Coroners gleichstem. Unter des Sheriffs ge-nauer und geschickrer Forschung kamen viele Umstände zum Vor-schein, welche unverträglich mit der ursprünglichen Meinungschienen, daß Kennedy zufällig von den Klippen gefallen sei.Wir theilen in der Kürze einige Einzelheiten hiervon mit-
Man hatte den Körper in einer benachbarten Fischerhütteniedergelegt, ohne daß man die Lage, in der er gefunden ward,abgeändert hätte. Diesen Umstand unterwarf der Sheriff zuerstseiner Prüfung. Obwohl furchtbar zerquetscht und verstümmeltdurch den Fall von einer solchen Höhe, zeigte der Leichnam auchnoch einen tiefen Schnitt am Kopfe, welcher nach der Meinungeines erfahrenen Wundarztes, durch ein Schwert oder einenSäbel beigebracht worden sein mußte. Die Erfahrung diesesHerrn entdeckte noch andere verdächtige Merkmale. Das Ge-sicht war sehr schwarz geworden, die Augen herausgetretenund die Avern des Halses geschwollen. Ein buntes Tuch,welches der unglückliche Mann um den Hals trug, befand sichnicht in der gewöhnlichen Lage, es war sehr locker umqelegt,der Knoten an Unrechter Stelle und sehr scharf zugezogen.Auch die Falten waren sehr zusammengedrückt, wie wenn dasTuch zum Mittel gedient hätte, den Entseelten zu ergreifenund vielleicht nach dem Abgrunde Hinzuschleppen.
Uebrigens fand man die Börse des armen Kennedy unbe-rührt, und was noch außerordentlicher schien, die Pistolen, dieer gewöhnlich bei sich führte, sobald er einem gefährlichen Aben-teuer entgegenging, befanden sich noch geladen in seinen Ta-schen. Dies erschien ganz besonders seltsam, denn er war ge-kannt und gefürchtet von den Schmugglern als ein Mann,der eben so furchtlos als gewandt in der Führung seinerWaffen war, wovon er schon viele deutliche Beweise abgege-ben hatte. Der Sheriff forschte, ob Kenneey nicht auch ge-