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In diesem Augenblick hörte man einen Schrei vom Gestadeher, so laut, so gellend, so durchdringend, so verschieden vonjedem Ton, der an diesem Tage durch die Wälder gehört wor-den war, daß Niemand einen Augenblick anstand zu glauben,es stünden Nachrichten, UND zwar Nachrichten von schrecklicherBedeutung bevor. Alle eilten nach der Stelle hin, und in-dem sie sich ohne Bedenken auf Pfade wagten, die sie zu and-rer Zeit nur schaudernd betrachtet haben würden, stiegen siegegen eine Felsschlucht hinab, wo bereits die Mannschaft ei-nes Bootes gelandet war. „Hier, ihr Herren! — hier! — die-sen Weg, um Gottes Willen! —diesen Weg!" ging das wie-derholte Geschrei. Ellangowan brach sich Bahn durch dasGedränge, welches sich bereits auf dem unseligen Orte versammelthatte, und betrachtete den Gegenstand ihres Schreckens. Es warder todte Körper Kennedy's. Beim ersten Anblick schien erdurch einen Sturz von dem Felsen umgekommen zu sein, wel-cher sich über dem Orte, wo er lag, wohl hundert Fuß senk-recht über dem Strande erhob. Der Leichnam lag zur Hälfteim Wasser; die wachsende Fluth, welche.ihm den Arm erhobund die Kleider bewegte, hatte ihm aus der Ferne den An-schein gegeben, als bewege er sich von selbst, so daß diejeni-gen, die den Körper zuerst entdeckten, geglaubt hatten, er lebenoch. Aber jeder Funke des Lebens war längst erloschen.
„Mein Sohn! mein Sohn!" ries der entsetzte Vater, „wokann er sein?" — Ein Dutzend Leute öffneten den Mund, umHoffnungen auszusprechen, die keiner fühlte. Endlich erwähnte
einer-die Zigeuner! Im Augenblick hatte Ellangowan die
Klippen wieder erstiegen, schwang sich auf das erste Pferd, wel-ches er fand, und ritt in toller Hast nach den Hütten vonDerncleugh. Lilles war dunkel und öve; und als er abstieg,um genaue Nachforschung zu halten, stolperte er über Ueber-