in einem Ziqeunerflecken. Sie verstanden alle jene altmodischenKünste, wie Otternfang, Fischen, oder Wildpretaussuchen. Sie zo-gen die besten und kühnsten Spürhunde und handelten zuweilendamit. Im Winter wahrsagten die Weiber, die Männer zeigtenTaschenspielerstllckchen; und diese Unterhaltungen halfen oft einenlangweiligen und stürmischen Abend im Kreise der Pachterstubevertreiben. Die Wildheit ihres Charakters und der unbezähmbareStolz, womit sie alle regelmäßige Arbeit verachteten, gebot einegewisse ehrfürchtige Scheu, welche nicht durch die Betrachtungvermindert wurde, daß diese Landstreicher ein rachsüchtiges Ge-schlecht wären, welches sich weder durch Furcht noch durch Gewissenim Zaum halten ließ, sondern an allen denen, die es in irgendeinem Falle beleidigt hatten, sicher eine verzweifelte Rache ausübte-Kurz, diese Stämme waren diePariasvon Schottland, die gleichwilden Indianern mitten unter europäischen Niederlassungen leb-ten, und gleich ihnen eine richtigere Schätzung erfuhren, wenn mansie nach ihren eigenen Sitten und Meinungen beurtheilte, alswenn man sie als Mitglieder des civilifirten TheilS der Gesell-schaft beurtheilen wollte. Einige Horden von ihnen sind nochübrig, besonders in solchen Gegenden, die eine schnelle Flucht inein wüstes Land oder unter eine andere Gerichtsbarkeit gestatten.Auch sind die Züge ihres Charakters noch nicht sehr gemildert.JhreZahlindeß istso bedeutend verringert, daß, stattHunderttau-send, wie gleicher angab, jetzt vielleicht unmöglich wäre, fünfhun-dert in ganz Schottland zusammenzubringen.
Ein Stamm dieser Landstreicher, zu welchem Meg MerrilieSgehörte, hatte sich lange Zeit so fest, als seine Sitten dies gestat-teten, in einem Thal im Gebiete Ellangowans aufgehalten. Dorthatten sie einige wenige Hütten errichtet, die sie ihre „Stadt derZuflucht" nannten, und wo, wenn sie nicht gerade auf Streifzü-gen begriffen waren, sie so ungestörte Herberge fanden, wie die