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(die, wenn sie nicht an einem Tage vielleicht vierzig solcherSchurken Brod oder andere Lebensmittel geben, sicher auf Miß-handlungen von denselben rechnen dürfen), sondern sie berau-ben auch arme Leute, deren Wohnungen abgelegen und ohneNachbarschaft dastehen. In fruchtbaren Jahren versammelnsich viele Tausende von ihnen in den Gebirgen, wo sie vieleTage lang schmausen und schwelgen; und bei Dorfhochzciten,Jahrmärklen, Begräbnissen und andern ähnlichen öffentlichenGelegenheiten, sieht man sie, beides, Männer und Weiber,beständig trinken, fluchen, lästern und miteinander fechten."
Trotz des kläglichen Gemäldes, welches diese Stelle gewährt,und wofür selbst Fletcher, dieser energische und beredte Freundder Freiheit, kein anderes Befferungsmittel sah, als die Einfüh-rung einer häuslichen Sklaverei, haben doch die Fortschritte derZeit, die Vermehrung der Unterhaltsmittel und die Macht derGesetze dies schreckliche Uebel allmälig auf engere Gränzen be-schränkt. Die Stämme von Zigeunern, Gauklern und Wahr-sagern, — denn unter all diesen Benennungen kannte man jeneBanditen, — verminderten sich an Zahl und viele wurden völligausgerottet. Doch blieb noch immer eine hinreichende Anzahl übrig,um gelegentlich Unruhen und beständige Quälereien zu veranlas-sen. Einige rohe Handwerke blieben diesen Landstreichern gänzlichüberlassen, vorzüglich die Kunst Holztellcr und Hornlöffel zu ma-chen, so wie das ganze Geheimniß des Keffelflickens. Damit ver-banden sie einen kleinen Handel mit groben Sorten irdenen Ge-schirrs. Darin bestanden ihre sichtbaren Unterhaltsmittel. JederStamm hatte gewöhnlich einen bestimmten Platz für Zusammen-künfte, wo sie gelegentlich eintrafen, und den sie als Hauptquartierbetrachteten, weßhalb sie sich auch in seiner Nachbarschaft des Stch-lens enthielten. Viele beschäftigten sich nicht ohne Erfolg mitMusik,und der beliebteste Fiedler oder Pfeifer einer Gegend fand sich oft
Guy Manncring. I. 6