Herrlichkeit dieser alten und einst mächtigen Baronie in lau-ter Unterabtheitungen zersplitterte. Dieselbe war von sol-cher Ausdehnung, daß, wenn man hier etwas wegnahm undLeschnitt, dort etwas zusetzte und anflickte, und dabei auchOberlords für alle Güter, die Bertram von der Krone besaß,ernannte, man sicherlich am Tage der Entscheidung an derSpitze von zehn so wackern Pergamentmännern auftretenkonnte, als nur je ihren Eid auf Treu' und Vermögen abge-legt hatten. Diese gewaltige Verstärkung gab am Tage deszweifelhaften Kampfes den Ausschlag. Der Principal undsein Geschäftsführer theilten die Ehre; der Lohn fiel aus-schließlich dem letzter« zu. Mr. Gilbert Glossin ward Schrei-ber des Friedensgcrichts und Gottfried Bertram sah seinenNamen, gleich nach der Sitzung des Parlaments, dem Ver-zeichniß des neuen Ausschusses von Friedensrichtern eingereiht.
Dies war das Höchste, was Mr. Bcrtrams Ehrgeiz erstrebthatte; nicht etwa, daß ihm das Beschwerliche und die Ver-antwortlichkeit in diesem Amte besonders zusagte, er meintevielmehr nur, es sei eine Würde, die ihm von Rechtswegengebühre, und die ihm durch Bosheit bisher vorenthalten wor-den sei. ES gibt aber ein altes und wahres schottischesSprichwort: »dem Narren gib kein scharfes Schwert in dieHand " Mr. Bertram war kaum in Besitz der richterlichenWürde, die er so sehr gewünscht hatte, als er auch begann,sie mit mehr Strenge als Gnade geltend zu machen, so daßer all die Erwartungen, die man von seiner Gutmüthigkeitbisher gehegt hatte, Lügen strafte. Wir lasen einmal voneinem Friedensrichter, der, nachdem er zu dieser Würde ge-langt war, an einen Buchhändler einen Brief schrieb, woriner die Statuten seines neuen Amtes nach folgender Ortho-graphie verlangte: „Belieben mir zu senten die Anweißung