große und mit einem Gesicht, das durch tausend Kämpfe mitdem Nordostwind gebräunt war. Sein Körperbau war erstaun-lich muskulös, stark und stämmig, so daß es schien, als ob einweit größerer Mann in jedem nahen persönlichen Kampfe mitihm den Kürzern ziehen müßte- Seine Züge waren hart, undwas noch schlimmer, sein Gesicht hatte nichts von der Harm-losigkeit, der sorglosen fröhlichen Lustigkeit und der müßigenNeugier eines Seemannes, der sich auf dem Lande befindet.Diese Eigenschaften sind es vielleicht mehr, als irgend etwasanderes, was unsere Seeleute so beliebt im Volke macht, undhieraus erklärt sich auch die allgemeine Zuneigung, mit derihnen die Gesellschaft überall entgegenkommt. Ihre Tapferkeit,ihr Heldenmut-, ihre Kühnheit, sind Eigenschaften, die Ehrfurchtgebieten, und die vielleicht sogar dem friedlichen Landbewohnerin ihrer Gegenwart ein demüthigendcs Gefühl geben; aberEhrfurcht und Demuth erniedrigen und sind keine Empfindungen,welche eine vertraute Zuneigung zu dem Gegenstände, der sie er-weckt, einflößen. Umgekehrt mäßigt die kindische Fröhlichkeit, derjauchzende Uebermuth, der gedankenlose Jubel eines Seefahrers,der sich am Gestade lustig ergeht, gewissermaßen die furchtbarenSeiten seines Charakters. Nichts von alle dem zeigte sich in die-ses Mannes Angesicht, dessen von Natur düstere Gesichtszüge, diein jeder Hinsicht und unter jedem Ausdruck abschreckend und zu-rückstoßend erscheinen mußten, ein mißvergnügtes, ja wildesStirnrunzeln nur noch auffallender machte. „Wo seidJhr, Teufels-weib?" sagte er, mit einem etwas fremdklingenden Accent, ob-wohl er vollkommen gut englisch sprach. „Donner und Blitz!wir warten hier seit einer halben Stunde- — Komm, segnedas gute Schiff und die Reise, und dann geh zum Satan, Here!"
In diesem Augenblick bemerkte er Mannering, der in derStellung, die er eingenommen hatte, um die Gesänge der Meg