Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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mehr auf einem Felsenvorsprung, welcher die eine Seite einer klei-nen, ruhigen Bucht am Strande bildete. Die neue Wohnung lagtiefer, obwohl sie sich dicht an die alte anschloß, und der Grundhinter derselben senkte sich seewärts, durch einen sanft erhabenengrünen Abhang, der sich durch natürliche Terrassen in kleine Ebe-nen abtheilte, auf welchen einige alte Bäume standen, bis er sichin dem weißen Meersande verlor. Die andere Seite der Bucht,wclche dem alten Schloß gegenüber lag, warein abhängiges, manch-fach gestaltetes Vorgebirge, meist mit Buschholz bedeckt, welchesan dieser gesegneten Küste fast bis an die Wasserzeichen wuchs.Eine Fischerhütte guckte zwischen den Bäumen hervor- Selbst zudieser stillen Nachtstunde bewegten sich Lichter am Strande, wahr-scheinlich wegen der Ausladung eines Schmuglers von der InselMan, welcher in dieser Bucht vor Anker lag. Als das Licht hinterder Glasthür des Hauses von dort bemerkt ward, riefman vomSchiffe aus denen am Strande laut zu:Vorgesehen! Lichterweg!" worauf die Lichter alsbald verschwanden.

Es war eine Stunde nach Mitternacht, und die Aussicht rings-um höchst anmuthig- Die alten grauen Thürme der Ruine, theilsnoch ganz, theils zertrümmert, hier die von der Zeit verwittertenSteine zeigend, dort theilweis mit Epheu überwachsen, strecktensich auf dem düstern Felsen empor, welcher sich, von ManneringsStandpunkt aus, zurRechten erhob. Vor ihm lag die ruhige Bucht,deren mäßige Wellen, im Mondstrahl flimmernd und funkelnd,über ihre Oberfläche dahinrollten, bis sie sich an dem silbernenSandgestade mit sanftem, murmelndem Schlage brachen. ZurLinken trat die Waldung nahe zum Meere, indem sie im Mondlichtauf dem wellenförmigen und vielgestaltigenBvdcn wogte, und jeneManchfaltigkeit von Licht und Schatten, so wie die anziehendeAbwechselung von Dickicht und offenen Waldstellen zeigte, woraufdas Auge so gern ruht, bezaubert von dem, was es sieht, und doch