kreuzten Beine auseinander, zog seinen krummen, erst ausgestreck-ten Fuß ein und brachte ihn in perpendiculäre Lage, während ernun das andre Bein darüber legte, und blies absatzweise dickeTabackSwolken von sich. „Was gibt's zu stöhnen, Dominic? Ichglaube sicher, Meg's Gesang bedeutet nichts Nebles."
„Auch nichts Gutes," antwortete Dominie Simson, mit ei-ner Stimme, deren monotone Rauheit der Unbeholfenheit seinerFigur entsprach. Es waren die ersten Worte, die Mannering vonihm hörte; und da er mit einiger Neugier darauf gewartet hatte,daß dies essende, trinkende, sich bewegende und rauchende Automatauch Worte von sich geben möchte, soergötzte er sich höchlich an denrauhen, hölzernen Tönen, die er ausstieß. Aber in diesem Augen-blick öffnete sich die Thür und Meg Merrilies trat ein.
Mannering ward von ihrem Anblick überrascht. Sie warvolle sechs Fußhoch, trug einen Mannsrock über ihrer übrigenKleidung, hatte einen Schleedornknittel in der Hand und schiennach all ihren Kleidungsstücken, mit Ausnahme der Unterröcke,eher ein männliches, als ein weibliches Wesen. Ihre dunkeln Lo-cken starrten gleich den Schlangen des Gorgonenhaupls unter eineraltmodischen Mütze, Fallhut genannt, hervor, und erhöhten densonderbaren Ausdruck ihrer harten verwitterten Züge, die sie zumTheil bedeckten, während das wilde Rollen ihres Auges wirklichenoder erkünstelten Wahnsinn anzeigte-
„Ei, Ellaugowan," sagte.sie, „war das auch recht, daß Ihrdie Dame zu Bett brachtet, während ich auf dem Jahrmarkt zuDrumshourloch war, und kein Wort davon wußte oder träumte?Wer sollte die Kobolde abhalten, sagt mir? Ja, und die Alpeund Druden von dem hübschen Jungen, er sei gesegnet, abwehren?Ja, und wer sollte St. Colme's Spruch für das Kind beten?^Uno ohne eine Antwort abzuwaricn, begann sie zu singen: