Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

41

zahlt, wie sich's gehört, und was kann ein Mensch mehr ver-langen? sie ist seitdem doch unter die Haube gekommen, undder Mann, der sie heirathete, kümmerte sich nicht im Geringstenum das vorige kleine Mißgeschick-' Sie leben an der Secküste,Mr- Manncri'ng, bei Annan, und ein anständigeres, ordentlicheresPaar kann man nicht wünschen, und dabei haben sie sechs Jungen,so munter und frisch wie die Fische im Wasser; und der kleine artigeGottfried, (das ist der älteste, der so zu sagen wider Willen ange-kommen), der ist am Bord eines Zollschiffes ich habe selbst einenVetter am BordeinesZollschiffs das ist der CommiffärBertram;er erwarb seine Commissärstelle in dem großen Streit um die Graf-schaft, wovon Sie gehört haben muffen, denn die Sache kam vor's

Haus der Gemeinen,-nun sollte ich dasürdenLairdvonBal-

ruddcrp gestimmt haben; doch mein Vater, müssen Sie wissen, hingdem König Jacob an, er zog mitKenmore aus, und so legte er denEid nie ab; ich weiß nicht recht zu sagen, wie cs kam, aber sie lie-ßen mich von der Liste, wiewohl mein Geschäftsträger eingetragenward, doch, um zurückzukommen auf das, was ich von der Dirne

sagte, Luckie Howatson ist so gewandt"-

Hier ward die unzusammenhängende und weitschweifige Rededes Lairds durch eine Stimme unterbrochen, welche sich aus derTreppe von der Speisekammer herauf näherte, und laut sang.Die hohen Töne waren zu gellend für einen Mann, die tiefen schie-nen dagegen viel zu tief für ein Weib. DieWorte, so weit sie Man-nering unterscheiden konnte, lauteten etwa so:

»Gut ist, was da kommt, zuletzt;

Ob die Fra» genesen jetzt;

Ob es Knab', ob Mägdlein sei,

Sprechen wir'S Gebet dabei."

'S ist Meg Merrilies, die Zigeunerin, so wahr ich ein armerSünder!" sagte Mr. Bertram. Simson seufzte tief, schlug die ge-