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Wohnung, wo er, für achtzehn Pence die Woche, die Wohlthateines Strohsacks genoß, und wenn seine Wirthin bei guter Launewar, seinen Studien auch wohl bei ihrem Feuer obliegen durfte.Bei all diesem Mißgeschick erwarb er sich gute Kenntniß des Griechi-schen und Lateinischen, und machte sich auch ziemlich bekannt mitden übrigen Zweigen des Wissens.
Im Laufe der Zeit erhielt Abel Simson, als Kandidat derTheologie, die Erlaubniß zu predigen. Doch, ach! theils seiner ei-genen Schüchternheit wegen, theils der großen Lachlust wegen,welche die Versammlung bei seinem ersten Auftritt befiel, fühlte ersich gänzlich unfähig, in der beabsichtigten Rede fortzufahren, stot-terte, räusperte sich, rollte die Augen abscheulich hin und her, bisdie Versammlung glaubte, sie würden ihm aus dem Kopse fahren,dann schlug er die Bibel zu, stolperte die Kanzelstufen hinab, fastüber die alten Weiber fallend, die dort gewöhnlich ihren Platz hat-ten, und seit dieser Zeit hieß er nicht anders, als der steckengeblie-bene Kandidat. Und so begab er sich nach seiner Heimath, mit ver-nichteten Hoffnungen und Plänen, zurück, um die Armuth seinerAeltcrn zu theile». Da er weder Freund noch Vertraute, ja nichteinmal einen Bekannten hatte, so warNiemand im Stande zu be-obachten, wie Dominic Simson ein Mißgeschick ertrug, welchesdem ganzen Orte eine Woche lang Stoff zu Scherzen gab. Wirwürden nicht zu Ende kommen, wenn wir die unzähligen Späße,die bei der Gelegenheit zum Vorschein kamen, alle erwähnen woll-ten, von einer Ballade, genannt Simson's Räthsel, die einjunger Philolog in Folge des Vorfalls schrieb, bis zu der schalk-haften Hoffnung des Pfarrers, daß der Flüchtling nicht, gleich sei-nem gewaltigen Namensvetter, die Thürflügel des Collegiumsmit sich genommen habe» möge-
Allem Anschein nach, blieb der Glcichmuth Simsons uncrschüt-tert- Er suchte seine Eltern durch Stundengeben zu unterstützen,
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