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zu sichern. Unterdessen machten ihn seine große, unschöne Gestalt,seine schweigsamen und gravitätischen Manieren, die groteskeWeise, wie er seine Glieder bewegte, und die Gesichter, die er schnitt,wenn er seine Aufgabe hersagte, zum Gelächter aller seiner Schul-kameraden. Dieselben Eigenschaften sicherten ihm auf der hohenSchule zu Glasgow in reichem Maaße dieselbe Art von Berühmt-heit. Die Hälfte des jugendlichen Pöbels „aus den Höfen" pflegtesich regelmäßig zu versammeln, um Dominie Simson zu sehn (denndiesen Ehrentitel hatte er bereits erlangt), wie er die Treppe vonder griechischen Klaffe Herabstieg, mit seinem Lexicon unter demArm, die langen, Mißgestalten Beine spreizend, mit denen er lin-kisch im Takt mit seinen ungeheuren Schulterblättern blieb, welcheden abgetragenen, fadenscheinigen schwarzen Nock, seine beständigeund einzige Tracht, bald herauf, bald herab drückten. Wenn ersprach,so warendie Anstrengungendes Professors (obwohl er Pro-fessor der Gottesgelehrtheit war) durchaus nicht fähig, das un-auslöschliche Gelächter der Commilitonen zu zügeln, ja bisweilenvermochte der Professor sein eigenes nicht zu unterdrücken. Daslange hagere Gesicht, die glotzenden Augen, die ungeheure Unter-kinnlade, deren Oeffnen und Schließen keineswegs Akt eines freienWillens zu sein schien, sondern wie durch eine im innern MenschenangebrachteMaschinerie sank und stieg, — dierauhe und mißtönendeStimme und die eulenartigen Töne, zu welchen sie sich erhob, wenner aufgefordert ward, deutlicher zu sprechen, — Alles dies, sammtdem abgeschabten Rock und zerrissenen Schuhen, die seitJuvenalSZeiten Gegenstände der Neckerei an armen Gelehrten waren, botstets neuen Stoff zur Belustigung dar. Man kannte keinen Fall,wo sich Simson über diese üble Behandlung empfindlich gezeigt,oder den mindesten Versuch, sie seinen Quälern zu vergelten, ge-macht hätte. Er schlich sich auf den geheimsten Wegen, die er ent-decken konnte, aus dem Collegium, und verbarg sich in seine elende