als zuvor vorwärts zu schreiten schien, wodurch es zugleich dieHoffnung erweckte, daß es wisse, sein Nachtquartier sei in derNähe. Diese Hoffnung erfüllte sich indeß nicht so schnell, undMannering, dessen Ungeduld jede Meile als drei erscheinen ließ,begann zu glauben, daß sich Kippletrtngan vor ihm in dem Ver-Hältniß entferne, als er vorwärts ritt.
Der Himmel war jetzt sehr bewölkt, obwohl die Sterne vonZeit zu Zeit einen ungewissen Lichtschimmer liehen. Bisher wardas Schweigen ringsum durch nichts unterbrochen worden, au-ßer durch den dumpfen Ruf des Suwpfstiers, eine Art großerRohrdommel, und durch das Wehen des Windes, der über dasdürre Moorland hinstrich. Dazu kam nun noch das ferne Tosendes Meeres, dem sich, wie es schien, der Wandrer jetzt schnellnäherte. Dieser Umstand diente nicht dazu, sein Herz leicht zumachen. Viele der Straßen dieses Landes gehen dem Seege-stade entlang und sind daher der Fluth unterworfen, die sich zubedeutender Höhe erhebt und mit reißender Schnelligkeit an-wächst. Andre sind mit Kanälen und kleinen Buchten durch-schnitten, die man zur Zeit der Ebbe hier passiren kann- Keinerdieser Umstände konnte zu einer dunkeln Nacht, für ein ermüde-tes Pferd und einen Reisenden, der den Weg nicht kennt, paffen.Mannering beschloß daher, an dem ersten bewohnten, wenn auchnoch so armseligen, Orte Halt zu machen, den er erreichen würde,wenn er nicht einen Führer zu dem heillosen Dorfe Kippletrin-gan erlangen könnte.
Eine elende Hütte gab ihm Gelegenheit, seinen Vorsatz aus-zuführen. Mit nicht geringer Schwierigkeit machte er die Thürausfindig, und klopfte einige Zeit, ohne eine andre Antwort zuerhalten, als ein Duett zwischen einer weiblichen Person undeinem Kettenhund, welcher bellte, als wollte er sich das Herzaus dem Leibe bellen, während jene im Chorus mit kreischte-