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tion von Gelehrsamkeit leicht von denen erworben werdenkann, welche gern Hunger und Durst leiden, um dafür in Be-sitz des Griechischen und Lateinischen zu kommen. Aber es istein weit bestimmteres Vorbild des würdigen Dominie vorhan-den, nach welchem die Rolle gezeichnet ist, welche Simson indem Romane spielt, ein Vorbild, welches, aus gewissen beson-dern Gründen, nur ganz im allgemeinen nachgezeichnet wer-den mußte.
Ein solcher Lehrer, wie Mr- Simson vermuthlich gewesen,war wirklich Erzieher in der Familie eines ziemlich vermögen-den Herrn- Die jungen Bursche, seine Zöglinge, wuchsen aufund gingen in die Welt, während der Lehrer fortwährend beider Familie wohnte — kein ungewöhnliches Verhältniß inSchottland, (in frühern Tagen nämlich,) wo man Brod undObdach den armen Freunden und Untergebenen immer bereit-willig gewährte. Des LairdS Vorfahren waren unbebachtsamund unklug gewesen, er selber war leidend und unglücklich.Der Tod raffte seine Söhne hinweg, deren Fortkommen imLeben sein eigenes Mißgeschick hätte ausgleichen können.Schulden häuften, das Vermögen minderte sich, bis der Ruineinbrach. Das Gut ward verkauft, und der alte Mann wareben im Begriff das Haus seiner Vätsr zu verlassen, um zugehen — er wußte nicht wohin, als er, gleich einem altenHausgeräth, welches, in seinem Winkel gelassen, noch eineZeitlang hält, aber in Stücke bricht, wenn man es entfernenwill, auf seiner eigenen Schwelle vom Schlage getroffen nie-dersank.
Der Lehrer erwachte wie ans einem Traume. Er sah,daß sein Beschützer todt war, und daß dessen einziges nochübriges Kind, ein alterndes Frauenzimmer, die jetzt wederschön noch liebenswürdig erschien, wenn sie überhaupt je das