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Pachter vernahm bald ihr Flüstern und die leisen Tritte ander Seite seines Lagers, und merkte ebenso, daß man seine Klei-der durchsuchte. Als sie das Geld fanden, welches er auf JeanGordons vorsichtigen Rath behalten hatte, hielten sie Rath, ob siecs nehmen sollten oder nicht; die Geringfügigkeit der Summe je-doch, so wie Jeans heftige Gegenvorstellungen bestimmten sie da-hin, es nicht zu nehmen. Sie zechten und gingen zur Ruhe- So-bald der Morgen dämmerte weckte Jean ihren Gast, führte seinPferd, welches sie wohl gepflegt hatte, herbei, und begleitete ihnüber eine Stunde Wegs bis aufdie Landstraße nach Lochside. Hierstellte sie ihm sein ganzes Eigenthum zurück und all seine ernstlich-sten Bitten konnten sie nicht dahinbringen, eine einzige Guinee an-zunehmen-
„Von den altern Leuten zu Jedbourgh ist mir gesagt worden,daß alle Söhne Jeans an ein und demselben Tage zum Tode verur-theilt wurden. Es heißt, die Stimmen derJurp seien zu gleichenTheilen getheilt gewesen, plötzlich aber sei ein Freund der Gerech-tigkeit, der während der ganzen Verhandlung geschlafen, erwachtund habe seine Stimme für die Verurtheilung gegeben, und zwarmit den cmpathischen Worten: „hängt sie all'auf!" Einheit ist ineiner schottischen Jury nicht erforderlich, und folglich wurde dasSchuldig erkannt. Jean war gegenwärtig und sagte blos: „derHerrhelfe demUnschuldigen an einem solchen Tage!" Ihr eigenerTod war von Umständen roher, gcwaltthätiger Art begleitet, wasdie arme Jean in vielfacher Hinsicht durchaus nicht verdiente.Unter andern schlimmen oder guten Seiten, wie cs der Leser nennenwill, hatte sie auch die, eine beharrliche Anhängerin Jacobs zu sein.Sie warzu Carlisle an einem Jahrmarktstage, kurz nach dcmJahrei?4s, wo sie zum großen Mißfallen des Pöbels dieser Stadt, ihrpolitisches Glaubensbekcnntniß laut werden ließ. Eifrig in seinerLoyalität, sobald keine Gefahr dabei war, ganz im Verhältniß zuGuy Mannerlng. I. 2