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„Es traf sich im Laufe der Zeit, daß, in Folge einer peku-niären Verlegenheit, der HauSwirth von Lochside genöthigtwar, nach Newcastle zu gehen, um eine Summe zur Zahlungseiner Zinsen aufzunehmen. Er vollbrachte dies Geschäft glück-lich, als er aber durch die Cheviotberge zurückkehrte, ward ervon der Nacht überfallen und verlor den Weg.
„Ein Licht, durch das Fenster einer großen wüstliegcndenScheune schimmernd, welche einst zu dem Pachthofe gehörte, ge-leitete ihn zu einem Obdach; als er an das Thor klopfte, wardes von Jean Gordon geöffnet. Ihre höchst merkwürdige Ge-stalt, denn sie maß beinah sechs Fuß, und ihre eben so merk-würdigen Züge und Gewänder .machten es unmöglich, sie auchnur für einen Moment zu verkennen, obwohl sie der Pachterseit mehreren Jahren nicht gesehen hatte. Jedoch mit einem sol-chen Charakter in solcher Abgeschiedenheit zusammenzutreffen,überdies wahrscheinlich nicht weit vom Lagerplatz ihrer Horde, wareine traurige Ueberraschung für den armen Mann, welcher seineZinsgelder (deren Verlust ihn ruinirt haben würde) bei sich trug.
„Jean stieß ein lautes Freudengeschrei der Wiedererkcnnungaus — „lieber Himmel! der gute Pächter von Lochside! Steigtab, denn ihr dürft diese Nacht nicht weiter gehen." Der Pachtersah sich genöthigt abzusteigen und das Anerbieten der Zigeunerinin Bezug auf Abendessen und Nachtlager anzunehmen. Es be-fand sich Fleisch in Menge in der Scheune, mocht' es hergekommensein, woher es wollte, und es wurden Vorbereitungen zu ei-ner reichlichen Mahlzeit getroffen, die, wie der Pachter zur nochgrößern Besorgniß bemerkte, für zehn oder zwölf Gäste berechnetwar, alle wahrscheinlich gleichen Standes mit seiner Wirthin.
„Jean ließ ihn über die Sache nicht in Zweifel. Sie erinnerteihn an die Geschichte von der gestohlenen Sau, und erwähnte, wiepeinlich und verletzend für sie der Vorfall gewesen war. Siebe-