Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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Nachdem so eine Darstellung der ersten Idee oder desrohen Umrisses der Geschichte gegeben ist, welcher jedoch baldverworfen ward, so bleibt dem Autor, indem er den Plan dergegenwärtigen Ausgabe darlegt, nur noch eine Schilderungder Vorbilder zu den Charakteren in Guy Mannering übrig.

Einige örtliche Verhältnisse gaben dem Verfasser in seinerJugend Gelegenheit, von der herabgewürdigten Menschenklaffe,welche man Zigeuner nennt, ein Weniges zu sehen und sehrviel zu hören. Die Zigeuner sind in den meisten Fällen einegemischte Raffe, hervorgegangen aus den alten Aegyptcrn, diein Europa zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts anlang-ten, und aus Landstreichern europäischen Ursprungs.

Diejenige Zigeunerin, nach welcher der Charakter der MegMcrrilics gezeichnet ist, war um die Mitte des letzten Jahr-hunderts wohlbekannt unter dem Namen Jean Gordon, alsBewohnerin des Dorfes Kirk Netholm, zwischen den Cheviot-bergen an der englischen Gränze. Der Verfasser veröffent-lichte eine Schilderung dieser merkwürdigen Person in einerfrühern Nummer von Blackwoods Magazin, wie folgt:

Mein Vater erinnerte sich noch der alten Jean Gordonvon Netholm, welche großes Ansehen unter ihrem Stammebesaß. Sie war vollkommen eine Meg MerrilieS und besaßin derselben Vollkommenheit die angeborne Tugend der Treue-Da sie in dem Pachthofe Lochside bei Netholm oft gastfreund-lich ausgenommen worden war, so enthielt sie sich auch sorg-fältig jeder Veruntreuung am Eigenthume des Pächters. Aberihre Söhne (neun an der Zahl) besaßen, wie es scheint, nichtdenselben Zartsinn, und stahlen ihrem freundlichen Wirth eineZuchtsau. Jean kränkte sich über dies undankbare Benehmenund schämte sich desselben so sehr, daß sie sich mehrere Jahrehindurch von Lochside fern hielt.