Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

die Aufmerksamkeit, die er der Schönheit eines weiblichen We-sens widmete, während er doch seine Gedanken nur der religiösenUnterhaltung ihres Vaters hätte weihen sollen, diese beidenVergehen wurden ihmals dieschwärzesten seinerSünden dargestellt;und so sah er sich behandelt wie einer, der, weil er gegen das Lichtgesündigt hat, cineBeute des Fürsten der Finsterniß werdenmuß.

Als die verhängnißvolle und einflußreiche Stunde herannahte,begannen die Schrecke» des häßlichen Anwesenden die sterblichenSinne des Opfers immer mehr zu verwirren, und das Gewebe derschändlichen Sophismen ward scheinbar immer verwickelter, zumwenigstens für den Armen, den seine Maschen umgarnten. Er warnicht im Stande die Gnadenverheißung zu erörtern, an welcherer doch immer festhielt, oder den siegreichen Namen zu nennen,auf welchen er vertraute. Aber sein Glaube verließ ihn nicht,obwohl er eine Zeitlang nicht mächtig war, ihn auszusprechen.Sage was Du willst," so lautete seine Antwort gegen denVersucher,ich weiß, daß zwischen den beiden Schalen diesesBuches viel enthalten ist, was mich der Vergebung für meineVergehen und der Erhaltung meiner Seele versichern kann." Alser so sprach, hörte man die Glocke schlagen, welche den Verlauf derverhängnißvollen Stunde ankündigte. Die Sprache und die intel-'lectuelle Macht des Jünglings war augenblicklich und vollkommenHergestellt; feurig begann er zu beten und sprach in glühendenWor-ten sein Vertrauen auf die Wahrheit und den Schöpfer aus- DerDämon zog sich heulend und in Verwirrung zurück, und der alteMann wünschte, indem er das Gemach betrat, weinend seinemGaste Glück zu dem Siege in diesem verhängnißvollen Kampfe.

Der junge Mann heirathete später die schöne Jungfrau,deren erster Anblick einen so tiefen Eindruck auf ihn gemachthatte, und beide erfreuten sich bis an's Ende einer häusli-chen Glückseligkeit. So endete John Mac Kinlaps Sage-