Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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über die Schultern hinab, und Hals, Hände und Füße bliebenunbekleidet. In diesem Aufzuge ward er in ein abgelegenesZimmer geführt, worin sich nichts befand, ausgenommen eineLampe, ein Stuhl und ein Tisch, worauf eine Bibel lag.Hier," sagte der Astrolog, »muß ich dich allein lassen, bis derkritische Theil deines Lebens verflossen ist. Wofern du, einge-denk der großen Wahrheiten, von denen wir sprachen, die An-griffe zurückzutrciben vermagst, die auf deinen Muth und deineGrundsätze geschehen werden, so hast du nichts zu fürchten.Aber die Prüfung wird streng und schwer sein." Seine Zügenahmen jetzt eine pathetische Feierlichkeit an, die Thränen stan-den ihm im Auge und seine Stimme bebte vor innerer Be-wegung, als er sagte:Theures Kind, bei dessen Ankunft inder Welt ich diese verhängnißvolle Prüfung voraussah, mögedir Gott dabei gnädig Standhaftigkeit verleihen-"

Der junge Mann war allein, und kaum ward er dies inne, alsdie Erinnerung an all seine Begehungs-und Unterlassungssünden,durch dieGewisseuhaftigkeit, mit welcher er erzogen war, noch weitschrecklicher gemacht, gleich einem Dämonenschwarm sein Gemüthbestürmte und ihn, wieFurien mit glühendenGeiseln, zurVerzweif-lung treiben zu wollen schien. Während er diese schrecklichen Erin-nerungen mit bangen Gefühlen, aber mit entschlossener Seele be-kämpfte,ward er gewahr,daß seine Beweisgründe durch dieSophi-sterei eines Andern beantwortet wurden und daß der Streit nichtmehr bloß aus seine eignen Gedanken beschränkt war- Der Urheberdes Bösen war in leibhafter Gestalt bei ihm im Gemach gegenwär-tig, und, da er mächtig bei Geistern melancholischen Charakters ist,stellte er ihm eifrig dasVerzweifelte seinesZustandes vor und suchteihn zumSelbstmord zu drängen, welches das beste Mittel sei, seinersündigen Laufbahn ein Ende zu machen. Das Vergnügen, welcheser daran gefunden hatte, seine Reise unnöthig zu verlängern, und