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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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zögerthast, denn die Strafe konntediraufdemFußefolgen. Jndeßbist du doch endlich gekommen und wir wollen das Beste hoffen,obwohl das Verhängniß, welches dich bedroht, um so schrecklichersein wird, je weiteres hinausgcschobcn ist. Zuerst nimm diejeni-gen Erfrischungen zu dir, welche die Natur verlangt, um denAppetit zu befriedigen,nicht aber um der Unmäßigkeit zu sröhnen."

Der alle Mann führte ihn in ein sommerliches Wohngemach,wo ein frugales Mahl auf dem Tische bereit stand. Als sie sich da-zu niedersetzten, gesellte sich eine junge, etwa achtzehnjährigeDame zu ihnen, die so anmuthig war, daß ihr Anblick die Gefühledes jungen Fremden ganz von seinem eignen seltsamen und räthsel-Haften Geschick abzog, und seine Aufmerksamkeit nur auf das be-schränkte, was sie that oder sagte. Sie sprach wenig und es betrafnur sehr ernste Gegenstände. Sie spielte nach ihres Vaters Verlan-gen auf der Harfe, aber es waren Hymnen, womit sie das Instru-ment begleitete. Endlich verließ sie auf ein Zeichen des Alten dasGemach, und beim Gehen warf sie aus den jungen Fremdeneinen Blick unaussprechlicher Besorgniß und Theilnahme.

Der alte Mann nahm darauf den Jüngling mit sich in seinStudirzimmer und redete mit ihm über die wichtigsten Punkte derReligion, um sich zu überzeugen, ob crseinen innern Glauben durchGründe bewahrheiten könne. Während dieser Prüfung fühlte derJüngling, daß ihm unwillkürlich die Gedanken öfters auf andereDinge schweiften und daß erüber die schöne Erscheinung nachsinnenmußte, welche das Mittagsmahl getheilt hatte. Der Blick desAstrologen ward dann jcdeSmalernst und er schüttelte mißbilligendsein Haupt, wenn er diesen Mangel an Aufmerksamkeit bemerkte;im Ganzen indeß warermitdeS Jünglings Antworten zufrieden.

Nach Sonnenuntergang mußte der Jüngling ein Bad neh-men, worauf er die Weisung erhielt, ein Gewand anzulegen, demähnlich, wie es die Armenier tragen, sein langes Haar kämmte er