Einleitung. vn
und sich der leichtesten Zusammensetzungen bedienen. Erkennt man dann auch dieseArbeiten nicht beim ersten Anblick nach ihrer wahren Beschaffenheit/ so kann cs dochnicht fehlen/ daß oft schon binnen Jahr und Tag bei abwechselnder Nässe undTrockenheit alle daraus entspringende Nachthelle sichtbar werden. Hat man dagegen/bei bedeutenden Bauten/ die Hölzer zu den Tischlerarbeiten im Voraus angekauftund nach den Maßen zerschneiden lassen/ und die Anwendung dieser einzelnen Stückebestimmt/ so wird man zwar durch daS/ in diesem Fall nicht sparsame/ Zuschneideneinigen Verlust erleiden können/ dafür aber durch bessere Dauer und andere Vor-thcile/ und was insbesondere Thüren und Fenster betrifft/ durch gesichertere Warmein den Zimmern hinlänglich entschädigt werden.
Die völlige Trennung in zwei Hauptabschnitte nach Arbeitslohn undMaterialien/ wie solche bei den drei ersten Abtheilungen dieses Werkes Stattgefunden hat, würde, in dieser Art, bei den Tischlerarbeiten nicht zweckmäßig ge-wesen seyn, wenigstens würde dieselbe manche Unbequemlichkeiten gehabt haben.Wenn indeß Arbeitslohn und Materialien hier näher vereinigt sind, so sind sie dochimmer einzeln berechnet.
Dadurch, daß ich für diejenigen Thüren, Fenster u. s. w., welche am häu-figsten bei Bauten Vorkommen, den Bedarf der Materialien, so wie das Arbeitslohnfür die an jedem Stück vorkommenden einzelnen Arbeiten, nach dem hier üblichenTagelohne, besonders angegeben habe, ist Jeder in Stand gefetzt, die Preise solcherGegenstände auch für andere Dimensionen zu ermitteln; und cs wird hiernach leichtseyn, auch für Gegenden, wo die Hölzer wohlfeiler anzukaufen sind und das Tage-lohn geringer ist, die Preise nach Verhältniß dieser Umstände zu berechnen.
Was die möglichen Einwendungen über zu niedrigen oder zu hohen Ansatz ein-zelner Preise betrifft, besonders wenn man solchem, im ersteren Falle, die herkömm-lichen Preise, im letzteren die Preise von Mindestfodernden entgegensetzen will, so be-merke ich bloß, daß bei meinen Angaben stets die Wahl der besten Hölzer und diesorgfältigste Arbeit ohne allen Tadel vorausgesetzt und auf mäßigen Gewinn fürden Arbeiter gerechnet ist, und daß sie sich auf mehrjährige Erfahrungen und viel-fältige Vergleiche begründen. Die alten Taxen, die ohne spezielle Nachweisung