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Bd 1 - 4 1 - 18 (1826)
Entstehung
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Einleitung.

daraus gefertigten Arbeiten haben. Hat der Boden, auf welchem der Baum wachst,in einer gehörigen Tiefe die erfoderliche Beschaffenheit, abwechselnde Nässe undTrockenheit; ist der Himmelsstrich milde und nicht öfteren, starken Winden au§-q,-setzt; ist der Stand der Bäume in den Forsten geschlossen: so begünstigt dießden Wuchs und die Güte des Holzes. Ist dagegen der Boden schlecht, der Him-melsstrich kalt und starken Stürmen auögefetzt, und ist der Stand der Bäume nichtgeschlossen, so ist das Holz kurz, ästig, hat dünne Lagen in den Jahresringen undmehr Splint als Kern-

Außer diesem Eigenthümlichen der Hölzer, welches auf die mehrere odermindere Haltbarkeit der Tischlerarbeiten einen wesentlichen Einstuß hat, stnd «ber-auch noch andere Umstände wohl zu berücksichtigen. Dahin gehört vorzüglich dieErrichtung der Thüren, Fenster rc. in neuen Gebäuden gleich nach erfolgtem Putzender Wände, und wenn der Bau in einem Jahre «»gefangen und vollendet wird,wo dann das Werfen und Quellen unvermeidlich ist, und beim Abhobeln der Kantendie besten Thüren, Fenster rc. als untauglich erkannt werden, wenn diese nachherin heißer Witterung zufammentrocknen.

Bei den Tischlerarbeiten kann diesem Uebel sehr vorgebcugt werden undzwar durch die Anwendung der möglichst ausgetrockneten Hölzer; durch die Wahlder aus solchen Theilen der Bäume geschnittenen Bretter, welche dem Schwinden,Quellen, Werfen und Aufreißen weniger ausgesetzt sind, als die anderen; oder we-nigstens durch eine vorsichtige Auswahl der besten Bretter zu diesem oder jenem, derForm nach, den vorgedachten Veränderungen mehr ausgesetzten Stücke, bei einerznsammenzusetzenden Arbeit; endlich durch eine geschickte Zusammcnfügung oder Ver-bindung aller einzelnen Theile.

Nur derjenige Unternehmer solcher Arbeiten, welcher einen Vorrath ausge-trockneter, fehlerfreier Nutzhölzer hat, kann für die Dauer seiner Arbeiten haften;nicht aber ist es von dem zu erwarten, welcher Bohlen und Bretter erst im Augen-blick, oft auf langen Credit, ankaufen muß, und der daher nicht im Stande ist,die Hölzer sorgfältig zu wählen. Hat er außerdem die Arbeiten zu sehr niedrigenPreisen übernommen, so wird er sie den Gesellen auch zu geringem Lohn verdingen