Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
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Inzwischen geht der Wirth, der LebenSgenius,

Am langen Tisch umher nnd winkt bald dem, bald diesemVom Mahl hinweg nnd spricht:Dn hast genug!

Sieh' dort der Gäste langen Zug;

Dein Platz ist schon für Andere angewiesen."

Das Weigern frommt da nichts. Die meisten Gäste stehnKaum halb gesättigt auf vom Schmause,

Bedanken sich beim Wirth nnd gehnVerdrießlich ans dem tänschungsvollcn Hanse.

Was ist zu thnn? Noch sitzen wir bekränztMit Immergrün, wie hungernde Tantale,

Beim rcichgcdeckten Lcbensmahle,

Und mancher Bissen glänztUmsonst für uns in goldner Schale;

Er blinkt wie leeres Schaugericht.

Drum nehmt vorlicb mit dem, was ihr empfanget;Bis ihr die Ananas erlanget,

Verschmäht den Pumpernickel nicht.

Mit seiner Kost die Gäste zu versöhnen,

Läßt des Orchesters wundervolles SpielDer güt'gc Wirth um unser Ohr ertönen.

Die Musen singen in des HarfcnklangS Gewühl;Gott PhantasnS, der Erdengötter Bester, ,

Regiert mit seinem Stab das magische Orchester.Und wer nicht allznfcst an seinem Pudding hängt,Und wer noch Ohren hat zu hören,

Vergißt sehr leicht bei jenen Zauberchören,

Wie kärglich ihn die Gunst des Glücks beschert.