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10. Mit einem Fußteppich vor sein Bett.
( 1830 .)
Dir, wie Du wohl verdient, die LebensbahnMit Rosen reichlich zn bestreuen,
Liegt außer unsrer Macht. Es steht im Schicksals-Plan,Daß, wie die Rosen, auch die Dornen sich erneuen.Genug, wenn unsrer Liebe nurGestattet ist, Dich manchmal zu erfreuen,
Dir dann und wann von unsrer armen Flur,
Ein Blümchen dankbar hinzustrencn.
Nimm diesen Teppich, lebensweiser Mann,
Als Sinnbild unsrer Wünsche an.
Des blinden Kindes*) Hand hat ihn für dich gewoben,Der Mutter Hand flocht Dir die Rosen ei»;
Der Vater fleht zn dem dort oben:
„Laß auch dies Wen'ge ihm zum Segen sein!"
Gewährt der Tag Dir Mühe nur und Kninincr —
Am Abend sei Dein letzter SchrittAns diese Rosen dann; von ihnen trittIn einen traumvcrschönten Schlummer.
Ruft Dich des Lichtes Morgcngruß
Zum neuen Tagewerk, vielleicht zum freudelosen,
So denk' an uns, und setze Deinen FußZuerst ans unsrer Freundschaft Rosen.
Z Der achte Sohn Zschotke's, Arnold, erblindete in Folge einerKrankheit »nd starb den IS. Juli 1831. 13 Jahre alt.