Freund, mit Acsculapeus Stabe,Schreckst Du selbst deu starken Tod,Rufest Sterbende vom Grabe,Färbest bleiche Wangen roth.
Du, mit deinen Zaubern allen,Wnnderthäter, willst Du nun,Deinem Freunde zn gefallen,
Nicht ein kleines Wunder thnn?
Gib doch, statt der Silberhaare,Gold'ne Locken ihm zurück;
Statt der Weisheit EhrenjahreIhm der Jugend flüchtiges Glück;Herzen, die ihn wieder lieben;
Gib den Stunden Langsamkeit! —Mich, der oft die Zeit vertrieben,Mich vertreibt nnn auch die Zeit.
5. Der Cherub.( 1820 .)
Freunv, Dn mußt der Cherub sein,Daß der Tod, der alte Niese,
Nicht zn meinem ParadieseBreche mörderisch herein.
Guido, Herrmann fehlen schon! —Ach, mein wunderschönes Eden,Soll's der Riese ganz veröde»?Streite, Hygiecns Sohn!
Wehe, Cherub, sollt er dichAbermals im Kampf besiegen:
Würd' ich an die Brust ihm fliegen,Nehm' er, statt der Meinen, mich.