Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
Seite
322
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Die eben so dankbar, als Söhne sind.

Wenn anch ein Knab' hcnte den Rnhm gewinnt,Wir Mädchen sind darum nicht schlechter.Verzeiht, junge Herrn, ich bin so freiUnd bemerke dies nur so nebenbei.

Doch, »m die Zeit nicht länger zu stehlen,

Hab' ich die Ehre, mich zu empfehlen.

Dei Ucl'crscndnng eines Mnmeiistraußes zurSilberhochzeit

des Herrn Johann Rudolf Meyer Vater*) und Frau MarianneMeyer gcb. Renner, den 3. Januar 1808.

Zur Silberhochzeit senden wirEuch, durch der Unschuld Hand,

Noch Myrtenrcis und Rosen hierDer Winterstnr entwandt.

Die Unschuld muß der Bote sein,

Der Euch die Blumen reicht,

Weil Euer Herz, so fromm und rein,

Dem holden Engel gleicht.

") Der Name des Vater Rudolf Meyer von Aarau wird von seinemVaterland? »och immer in ehrenvollem Gcdächtnifi bewahrt. Er wareiner seiner bcslcn Bürger; ein edler, strebender Geist. In weiternKreisen ist er aus den Revolutionsjahren als hervorragendes Mitglieddes helvetischen Senates, später durch Herausgabe seines großenSchweizer-Atlasses und die Darstellung sämmtlicher Schweizertrachtenin Oclgemäldcn bekannt geworden. Seiner Vaterstadt ward er zumWohlthätcr durch Stiftung des dortigen Gymnasiums (Kantonsschule)und durch Beförderung der Wcinkultur in der Umgegend. (Ans Letz-teres bezieht sich die Stelle in demAarganer Weinlied." viel.zr-NA. 305.) Meyer starb den 11. September 1813. Der damalige