Druckschrift 
2 (1822)
Seite
615
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Uebrigens siebet man in demselben Bezirke undzu beyden Seiten zwey Gänge von ganz verschie-dener Beschaffenheit: ich habe Gelegenheit gehabt,Ley Annaberg Wackengänge zur Seile von Quarz-und Silbergängen; zu Zinnwalde, Wackengänge zurSeite von Zinngängen, und ohne dafs ihr Stoff sichauf irgend eine Art vermischte, zu beobachten:wahrscheinlich war einer der beyden schon fest ge-worden, als der andere sich bildete.

Indem sich ein Gang mit einem andern ver-einigt, verbreitet er sich bisweilen in dessen Masse;er folgt dem Streichen desselben bis zu einer ge-wissen Entfernung, um sodann das, was er anfäng-lich hatte, wieder anzunehmen.

Die Durchschnitte der Gänge sind oft die reich-sten Erzpuncte: so ist in den Gruben von Baygorri(zehn Meilen südlich von Bayonne) der Durchschnittdreyev Gänge, ein Punct von einem grofsen Reich-tbum gewesen. Diese Thatsache, wovon es schwerist, die Ursache einzusehen, scheint jedoch nichteine hlofse Wirkung des Zufalls zu seyn ; eben sowirdes mit dem folgenden seyn: alle Adern, welcheeinen Gang unter einer gewissen Richtung treuen,bereichern ihn und es werden diejenigen arm, wel-che sicli mit ihm in einer andern Richtung verei-nigen. Solche von den Bergleuten oft beobachteteThatsachen dienen ihnen zur Richtschnur : aber auchhier sind sie von den Oertlichkeiten abhängig, undes würde unklug seyn, von dem, was in einer Ge-gend statt findet, auf das, was in einer andern ge-schehen soll, zu schliefsen.