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2 (1822)
Seite
598
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mehrere Zweige, -welche bis zu einer gewissen Ent-fernung in das Gestein laufen, um sich wieder zuvereinigen und nachher den Gang umzuwandeln.Wenn er, anslatl sich so zu theilen, blos einenZweig treibt, welcher seinem Zuge folgt, indem erparallel lauft, so entsteht daraus ein Nebenzweig:bisweilen verliert er sich in dem Gebirge, sonstvereinigt er sich wieder mit dem Stamme undschliefst mit diesem eine Gesleinmasse ein.

Man bestimmt die Lage eines Ganges, so wiedie age einer Fläche, durch zwey auf die Flächegezogene Linien. Eine dei-selhen wird eine auf einsder Saalbänder geführte llorizontallinie seyn; diesist die Streiclmngs - (lliclitungs-) Linie; und boymAnhalten einer Boussole in ihrer Nähe wird manden Winkel sehen, den sie mit dem Horizontemacht; dies ist der Streieli ungs - Winkel oderblos das Streichen des Ganges. Eine zweyte,auf das Saalband, senkrecht auf die erstere, gezo-gene Linie wird die Fall- oder Neig ungs- Li-nie geben, und der Winkel, den sie mit einer ho-rizontalen (in derselben verlicalen l'lärhe gedach-ten) Linie machen wird, wird der Neigungs - Win-kel, oder blos die Neigung (das Fallen) desGanges seyn. Es ist überflüssig zu sagen, dafsman sehr Sorge tragen muls, das allgemeine Strei-chen und Fallen eines Ganges nicht mit den par-tiellen Richtungen und Neigungen seiner Theile zuverwechseln: wenn man diu Richtung eines Flus-ses oder einer Slrafse annimmt, läfst man dieKrümmungen unbeachtet: eben so verfährt man in

Ansehung eines Ganges.

Wenn eine solche Lagcrslältc wenig Verände-rungen im Streichen, Fallen und in der Mächtig-keit erleidet, mit «inem Wort, wenn seine Gestalt