Druckschrift 
2 (1822)
Seite
503
Einzelbild herunterladen
 

£>o 5

hinter sicli Herzogen. Man liat eine älmliclie Thal-sache an den TracLyten von Vulcano bemerkt.

Icli verweise wesen anderer näherer Darstellungen überdie Obsidiane und Feldsteine auf Hin. Brogniarts Trai-ie de mindralogie. Als ich dort sechs von diesen Mine-ralien durch unsere geschicktesten Chemiker gemachteAnalysen sähe, wurde icli über die Aehnlichkeil zwi-schen ihren Resultaten, hauptsächlich über das Verhält-nifä zwischen der Kiesel- und Thouerde, einen zur Zu-sammensetzung des Fcldspathes wesentlichen Punct, ver-wundert. In jenen sechs Analysen ist die Menge Kie-selerde bey Hundert Theilen Obsidian nur von 71 bis75, und die Menge Thonerde von 12 bis 14 verschiedengewesen, also ist das Verhältnifs ohngefähr, wie 6 zu 1:für den gewöhnlichen Feldspath geben die vorhandenenAnalysen olmgefahr 4 zu 1 , und für die PhonoiiL- Hä-ven , 5 zu 2.

Fast alle glasige vulcanische Froducte, und vielleichtalle, enthalten eine mehr oder weniger beträchtlicheMenge alkalischer Stoffe, Potasche oder Soda; sie bil-det bisweilen bis den zehnten Theil der Masse; Diemeisten sind auch durch eine ansehnliche Menge Was-ser merkwürdig, welches eins ihrer Bestandtheile zuseyn scheint: Klaprodi und Ilr, Vautjuelin haben ausgewissen Arten mehr als eine vom Hundert gezogen;und als Spalianzani is Unzen schönes Glas von dein.Berge della Castagna der Destillation unterwarf, erhielter 144 Gran Wasser (das heifst 2 pro Cent), welches2 Gran Schwefelsäure enthielt. Dieses Wasser, so aus-sergewöhnlich mitten in den vulcauischen Producten,und von einem glasigen Ansehen, ist wahrscheinlichdie Ursache dieses Ansehens, sowohl als des Aufschwel-lens verschiedener Obsidiane, wenn man sie der Wir-kung des Feuers aussetzt. Die Glasmassen, welche manerlangt, wenn man jene aufgeschwollenen Massen wie-der schmelzt, verlieren die Eigenschaft, von Neuema tifzttsch well en.

Ilr. Bcndant hat bemerkt, dafs im Allgemeinen vonallen Trachyten, die vom glasigen oder emaillirtcn An-sehen, am leichtesten schmelzbar waren und die Schmelz-