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Die Gewässer, welche auf der Erd - Oberflächelliefsen, und mit Kalk beladen sind, setzen ihn aufden Gebilden, welche sie durchschneiden, ab, undLüden da also bald poröse bald feste Tuffe ('§, 5 2 .)leb bin Zeuge einer solchen Formation auf den Al-pen, am kleinen Set. Bernhard gewesen; der Wegdurrliscbneidet dort einen Strom, die rothen Was-ser (caux rouges) genannt, welcher, indem er siebauf dem benachbarten Boden verbreitete, ihn miteinem mehrere Metres Dicke habenden Taffe be-deckt hat, so wie man es durch seine zahlreichenBlöcke in der Nachbarschaft siebet.
Allem das merkwürdigste Beyspiel einer sol-chen Formation ist die des Travertino von Rom,ein Gestein, welches die Ebene zwischen dieserStadt und Tivoli bedeckt, und eine von dem Aniound dem See der Solfatara, bey ihrem Uebertretenauf die benachbarten La'mlereyen, gebildete Abla-gerung ist: der Anio, welcher aus den Apenninen
kommt, ist sehr mit Kalk beladen, und die Ge-wässer der Solfatara, welche heifs und mit Schwe-felwasserstoffgas geschwängert sind, enthalten nochmehr. Der Travertino ist von einem gelblichenWeifs, sein Korn ist erdig und sein Bruch un-gleich; er findet sich in söhligen Schichten vor»Er stellt häufig Höhlungen dar, wovon mehrerenach ihrer Bildung von Stalactiten ausgefüllt wor-den, welche weiser, von einem feinem und hartemKorne sind, und gleichsam Flecken auf dem Steinebilden; diese Höhlen rühren grofsen Theils vonden Pllanzen oder Holzslücken her, die von demTuffen eirtgehüllt worden, und sich gänzlich zer-setzt haben. Man hat in diesem Travertino grofseQuaderstein-Brüche errichtet, und die meisten gro-fsen Monumente in Rom, sowohl alte als neue, sind